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Werder-Neuzugang trifft endlich wieder

Schüler erklärt seine Tor-Explosion

alex schueler 

 von Conrad Hipp

Ein Tor als pure Befreiung! Als MTV-Neuzugang Alexander Schüler (23) beim Auswärtsspiel in Herzberg endlich sein erstes Saison-Tor erzielt, fällt ihm ein Riesen-Kotz vom Herzen. „Ich weiß gar nicht, wie lange mein letztes Tor her ist. Das muss irgendwann im März gewesen sein.“ Seitdem hatte er die Seuche an den Fingern, bis zum Herzberg-Spiel (35:29).

Schüler erklärt seine Tor-Explosion!

Gleich sechs Buden legte er aufs Parkett, war hinter Jan-Eike Albrecht (zehn Tore) bester Werfer der Wölfe und somit maßgeblich am 35:29-Sieg beteiligt. Schon auf der Hinfahrt nach Herzberg spricht MTV-Trainer Matthias Wehlmann mit dem Flügelflitzer. „Ich habe ihm mein vollstes Vertrauen ausgesprochen und ihm mitgeteilt, dass er heute von Beginn an spielen wird“, erklärt Wehlmann. Schüler: „Natürlich freut einen das und gibt einen Schub.“ Zuvor suchte er bereits den Kontakt zu Dirk Becker und sprach mit ihm über seine Tor-Krise. Becker: „Als Außen muss man geduldig sein und manchmal abwarten. Es liegt ja nicht an seiner Qualität, die hat er ja.“ 

Gesprächsstoff, der nachhaltig wirkt! Der erste Wurf im Spiel landet gleich im Tor – endlich! Danach folgen gleich wieder zwei Fehlwürfe. Schüler aber behält den Kopf oben, wird in der Folge gut freigespielt und netzt fünf weitere Male ein. „Vielleicht waren die Gespräche im Vorfeld der Auslöser“, sagt er happy. „Woran es davor lag, weiß ich gar nicht genau. Ich denke es hatte mehrere Faktoren.“

Nach seinem Wechsel aus Werder zu den Wölfen tut er sich vor allem mit dem ungewohnten Spielrhythmus schwer. Alle paar Wochen ein Auswärtsspiel, da leidet die Integration drunter. „Das war für mich echt extrem anstrengend, weil es wirklich sehr schleppend lief“, gibt er zu.

In der Truppe fühlt er sich jedoch auf Anhieb wohl. Schließlich hätte Schüler, der aus beruflichen Gründen nicht mehr für Werder spielt, auch zu einem anderen Team im Umfeld (arbeitet in Schönefeld) gehen können. „Wünsdorf war mir aber noch aus meiner Zeit als Jugendspieler bekannt. Damals hab ich gern gegen Wünsdorf gespielt. Man hat immer schon gemerkt, dass hier vernünftig gearbeitet wird.“ Deswegen fiel seine Entscheidung auf den MTV. 

Jetzt will der mit den Wölfen sein persönliches Aufstiegs-Double schaffen. Auch wenn er in der Schlussphase der vergangenen Saison selbst nicht mehr getroffen hatte, war er Teil des Werder-Teams, die den Aufstieg aus der Landesliga in die Verbandsliga perfekt gemacht haben. Jetzt also der nächste Titel, diesmal im Wölfe-Dress? Schüler: „Das wäre natürlich geil.“ 

Dafür muss der MTV aber noch mehr sein Potenzial abrufen. „Besonders in der Abwehr sind wir noch nicht am Limit. Im Angriff sieht es schon besser aus.“ Wenn im Januar Dahme kommt, muss die Abwehr aber besser drauf sein. „Wenn wir das unter Kontrolle haben, sieht es gut aus.“ Daraufhin arbeiten die Wölfe noch vor dem Weihnachtsbraten. Und für Alex Schüler geht das mit der Tor-Explosion schon wesentlich leichter.

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