Wölfe bei Twitter

Mit weißer Weste ins Jahr 2017

Wölfe gewinnen in Herzberg

Lob für den Tabellenletzten

in herzberg

von Conrad Hipp

Die Wünsdorfer Wölfe gehen mit einer weißen Weste in die Weihnachtspause. Nach dem 35:29-Erfolg beim Tabellenletzten SV Herzberg geht der MTV mit 12:0 Punkten in die Weihnachtspause. Weil die Wölfe aber erst sechs Ligaspiele bestritten haben, reicht das vorerst nur für Platz 3. im letzten Auftritt des Jahres traf Jan-Eike Albrecht zehn Mal und wurde somit zum besten Werfer des Spiels.

Die Wölfe gehen mit einigen Änderungen ins Spiel. Ohne Nils Barsch, Nils Seegebrecht und Ronny Lange baut Coach Matthias Wehlmann um. Für Seegebrecht rutscht Dirk Becker in die Mitte, neben ihm agiert Kilian Kerbs auf Halblinks. „Wir haben das im Training probiert, da hat es gut geklappt. Und Kilian hat sich nach wenig Einsatzzeiten zuletzt dieses Vertrauen auch verdient“, sagt Wehlmann. Gegen einen couragierten Gegner, der beim ersten Heim-Auftritt der Saison zeigen, wieso er aufgestiegen ist. In der Abwehr kommen die Wölfe nur schwer in Tritt, kassieren viele einfache Tore.

„Wir haben unseren Gegner in der Abwehr zu wenig Ernst genommen“, bemängelt auch Max Hawaleschka. “Die Kommunikation war zu wenig und vom Kopf her waren wir nicht da.“ Das bringt 15 Gegentore in der ersten Hälfte. Zum Vergleich: Vor dem Spiel kassierten die Wölfe im Schnitt 22,2 Gegentore – pro Spiel! Die beste Abwehr der Liga zeigte in Herzberg viel zu wenig Spannung. Nur offensiv funktionierte es. Durch gutes Zusammenspiel erzielt der MTV selbst 18 Tore, nimmt so einen knappen Vorsprung mit in die Kabine. „Die Bewegungsabläuft sahen gut aus“, findet Wehlmann. Auch über die Außen sieht das Spiel gut aus. Youngster Egor Vihkrov trifft beide Wurfversuche und legt damit eine Wurfquote von 100 Prozent hin. Neuzugang Alexander Schüler erzielte starke sechs Tore.

 Halbzeitstand: SV Herzberg – Wünsdorfer Wölfe 15:18

„In der Kabine wurde es kurz mal laut“, verrät Wehlmann, der mit dem Abwerhverhalten seiner Jungs überhaupt nicht zufrieden war. In der zweiten Hälfte sieht die Abwehr nur bedingt besser aus, aber der Angriff funktioniert weiter. Angeführt von Jan-Eike Albrecht und Dirk Becker, die zusammen 15 Tore markieren, halten die Wölfe den SV auf Distanz. Doch so richtig abschütteln lässt sich Herzberg nicht, zeigt im ersten Heimspiel der Saison eine ordentliche Leistung.

Dennoch nehmen die Wölfe die Punkte mit. Nach dem 35:29 bleibt Herzberg Tabellenletzter, heimst sich aber vor dem Heimspiel gegen die punktgleiche Eintracht aus Ortrand (19:20-Niederlage in Plessa) ordentlich Lob vom MTV ein. Dirk Becker: „Von der Leistung her war das kein Tabellenletzer. Das war ein gutes Spiel und so wird Herzberg zu Hause noch einige Punkte holen“, sagt Dirk Becker. Sieht der Trainer ähnlich. Wehlmann: „Das war ein unangenehmer Gegner. Herzberg hat einer starke schnelle Mitte gespielt und wir haben zu lange gebraucht, das zu erkennen.“

Für die Wölfe geht es erst 2017 weiter. „Wir freuen uns jetzt auf das erste Heimspiel“, sagt Wehlmann. Am 7. Januar empfängt der MTV Wünsdorf den TSV Empor Dahme. Becker warnt: „Wir müssen in den nächsten Wochen unsere Defizite in der Abwehr ablegen, sonst wird das eng.“ Gegen Dahme gab es in der vergangenen Saison zwei Pleiten. Nach einem schwachen Saisonstart hat sich der TSV mittlerweile auf Platz vier vorgekämpft.

MTV Wünsdorf: Hirsing, Andreas – Albrecht 10, Schüler 6, D. Becker 5, Baumann 3, Hawaleschka 3, Neuendorf 3, Vikhrov 2, Wendland 1, Missal 1, T. Becker 1, Kerbs, J. Rackwitz