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Die letzten Tage vor dem Spitzen-Derby! Für Schöneiches Leroy Ulbrich wird der 7. Spieltag zu einem ganz besonderen. Vor der Saison wechselte er nach sieben Jahren aus dem Wolfsrevier zur SG Schöneiche.
Vor dem Duell mit seinen alten Weggefährten spricht der Linksaußen mit Conrad Hipp über seine Erwartungen ans Derby, seine Lässigkeit bei Siebenmetern und die Entwicklung der Wölfe.

 

CH: Leroy, noch wenige Tage bis zum Derby. Wie groß ist die Vorfreude?
Leroy Ulbrich (21): Ich freue mich sehr, gegen einen Teil meiner alten Jungs zu spielen. Aber dennoch ist es ein Spiel wie jedes Andere. Es geht um zwei Punkte.

CH: Ein Spiel wie jedes Andere? Du warst sieben Jahre in Wünsdorf, hast hier deine Jugend durchlebt, dein Männer-Debüt gefeiert und viele tolle Erlebnisse gehabt. Jetzt das Wiedersehen ausgerechnet im Derby. Kann man das tatsächlich alles ausblenden?
LU: Nein, natürlich nicht. Das Spiel ist ja quasi schon wie das El Clasico in Spanien (El Clasico sind die Spiele zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona, Anmerk. d Red.). Ich mach mich wegen so etwas aber nicht verrückt.

CH: Mit welchen Erwartungen gehst du in das Spiel?
LU: Ich erwarte nie etwas. So kann ich wenigstens nicht enttäuscht werden.

CH: Du hast lange in Wünsdorf gespielt. Bist du in dieser Woche im Training besonders gefragt und sollst ausplaudern?
LU: Klar. Man bekommt schon die ein oder andere Frage gestellt.

CH: Was für Tipps kommen da von dir?
LU: (lacht) Schweigen ist an dieser Stelle Gold.
leroy straus webCH: Du kennst das Team, hast zum Saisonende sogar den neuen Trainer schon kennengelernt. Wie vorteilhaft ist das?
LU: Ich denke, ich weiß über den einen oder anderen Spieler ganz gut Bescheid. Allerdings habe ich den Trainer nur flüchtig kennengelernt. Ich weiß nicht, wie vorteilhaft das am Ende sein wird.

CH: Du kennst das Spiel der Wölfe aus dem letzten Jahr. Wie sehr hat es sich zu diesem Jahr verändert?
LU: (lacht) Die Frage gebe ich mal an Denny Philipp weiter. Der kann das am Besten beurteilen.

 

CH: Du wolltest deine Schuhe zunächst an den Nagel hängen. Wieso hast du erst aufgehört?
LU: Meine Mutter wollte, dass ich wieder Handball spiele.

CH: Du hast überlegt in Wünsdorf in der Zweiten mitzumachen. Ich hätte gerne mit dir zusammengespielt.
LU: Ja, dass hatte ich mal überlegt. Aber da hatte ich auch noch nicht aufgehört mit Handball.

CH: Wie hast du dich bei der SG eingelebt?
LU: Sehr gut. Aber das wird einem hier auch sehr leicht gemacht.

 

"Ich finde es gut, dass so viele von den Kleinen spielen"


CH: Mit welchen Gefühlen hast du Wünsdorf verlassen?
LU: Das war schon ein ungewohntes Gefühl. Schließlich verlässt man seine Ausbildungsstätte. Das ist schon irgendwie komisch.

CH: Du bist regelmäßig noch Gast in der Halle. Zitterst du noch mit dem MTV mit oder siehst du das eher aus der Sicht des Konkurrenten?
LU: Ich bin immernoch für Wünsdorf. Es sei denn, der Gegner heißt SG Schöneiche.

hotte leroyCH: Wie war es vergangenen Samstag. Wünsdorf ist mit einem Sieg an Schöneiche vorbeigezogen. Drückt man da den alten Kollegen etwas weniger die Daumen, weil man vor dem MTV bleiben will?
LU: Ich sag dir ganz ehrlich. Ich hab die Tabelle zurzeit gar nicht so genau im Auge. Ich drücke Jedem für jedes Spiel die Daumen.

CH: Wird der MTV der größte Schöneiche-Konkurrent im Kampf um Platz zwei oder kann einer der beiden vielleicht sogar Guben noch gefährden?
LU: Es ist alles möglich.

 

CH: Nicht nur du kennst Wünsdorf, sondern Wünsdorf auch dich. Was lässt du dir einfallen gegen die Wölfe-Abwehr?
LU: Das ist die Aufgabe unseres Trainers.

CH: Auf welches Duell freust du dich besonders?
LU: Ich freue mich eigentlich auf alle. Ich finde es schade, dass mein ehemaliger und langjähriger Kapitän und guter Freund Nils Seegebrecht aus gesundheitlichen Gründen nicht mitspielen kann. An dieser Stelle nochmal gute Besserung an ihn. Wenn du auf diese Frage unbedingt einen Namen willst, freue ich mich auf das Duell mit Barschi.

CH: Dem könntest du auch im Eins gegen Eins begegnen. Du wirfst gerne Siebenmeter, auch gern Wünsdorf?
LU: Ich werfe gegen jeden gern Siebenmeter. Besonders gern aber gegen Nils.

CH: Wieso?
LU: (lacht) Er sagte vorher zu mir, dass er hofft, dass ich keine Siebenmeter gegen ihn werfe.

CH: Du wirkst immer so lässig an der Linie. Nur Show oder bist du wirklich so kalt?
LU: Ich würde sagen, ich bin an der Linie einfach sehr konzentriert. Aber das interpretiert bestimmt jeder anders.

CH: Wirst du deine 7er werfen wie immer? Immerhin kennen die Wölfe-Keeper deinen Wurf...
LU: Aber ich kenne ja auch die Wünsdorfer Torhüter.

CH: Wünsdorf hat eine sehr junge Mannschaft. Ein Vorteil für euch wegen der fehlenden Erfahrung?
LU: Nein, ich glaube nicht, dass das ein riesen Vorteil ist. Wünsdorf hat auch genügend erfahrene Spieler.

 

"Von mir aus kann es ruhig laut werden"

zwgCH: Wie siehst du mit etwas Distanz die Entwicklung beim MTV?
LU: Ich finde es gut, dass soviel von den „Kleinen“ bei der Ersten mitspielen.

CH: Die junge Generation hat jetzt schon einige Spiele im Männerbereich gemacht. Wer überrascht dich am Meisten?
LU: Überraschung ist das falsche Wort. Die Jungs haben alle Potenzial. Marius finde ich am Kreis sehr stark.

CH: Welches Potenzial siehst du in deiner neuen Mannschaft? Was geht mit der Truppe noch?
LU: Wir sind schon eine ganz gute Mannschaft.

CH: Was erwartest du von der Halle?
LU: Von mir aus kann es ruhig richtig laut werden.

CH: Ein Blick in die Glaskugel. Wie geht das Spiel am Wochenende aus?
LU: Ich gebe ungern Prognosen ab und lass mich lieber überraschen.

CH: Wie viel Tore hast du dir vorgenommen?
LU: Ich kann auch torlos nach Hause gehen, wenn die anderen genug Tore machen.

 

Vielen Dank für das Interview

zurawski gross