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Bei der Niederlage gegen Teltow/Ruhlsdorf II war Nicole Schmidt mit sieben Treffern beste Werferin der MTV-Frauen. Mit 18 Toren aus drei Spielen erzielt sie im Schnitt sechs Tore pro Spiel, ist damit beste Werferin des Teams. Außerhalb des Feldes ist sie seit vier Jahren mit Kilian Kerbs liiert, Spieler der zweiten Männermannschaft und ihr Trainer bei den Frauen. Im Gespräch mit Conrad Hipp erzählt sie von der Beziehung mit dem Coach, die Rolle der Nachwuchsspielerinnen im Team und schlechter Trainingsbeteiligung.

 

 

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CH: Nicole, gegen Teltow/Ruhlsdorf gab es eine Pleite. Wie sehr steckt das noch in den Knochen?

Nicole Schmidt (19): Nicht mehr so stark wie nach dem Spiel. Trotzdem ist die Enttäuschung groß. Zumal viel mehr drin war als wir gezeigt haben..

 

CH: Von außen sah es tatsächlich so aus, als wäre die Niederlage absolut vermeidbar gewesen. Was lief in der 2. Hälfte falsch?

NS: Vieles. Die Konzentration fehlte. Wir haben uns nicht mehr bewegt und keiner hat den Eindruck gemacht, als wolle er hier noch irgendwas reißen.

 

CH: Kilian bemängelte die Trainingsbeteiligung nach dem Spiel. Verpennt die Mannschaft Erfolgserlebnisse, weil insgesamt nicht gut trainiert wird?

NS: Die Trainingsbeteiligung ist wirklich schlecht. Man kann so überhaupt nicht weiter kommen. Mit 5-6 Leuten, was will man da schon lernen? Wenn sich das nicht ändern wird, dann bleiben wir auf dem Level stehen, wo wir jetzt sind. Und so können wir nicht gewinnen!

 

CH: Du bist eine von vielen, die aus dem Nachwuchs nach oben gekommen sind. Wie weit ist die Integration deiner ehemaligen A-Jugend in den Erwachsenenbereich schon fortgeschritten?

NS: Die Anpassung an den Frauenbereich hat zwar etwas gedauert, aber in dieser Saison habe ich das Gefühl, dass mehr auf die Jugendlichen gesetzt wird.

 

CH: Du zählst mittlerweile zu den Leistungsträgern im Team, hast bisher die meisten Tore erzielt. Wie würdest du deine eigene Entwicklung beschreiben?

NS: Ich zähle mich nicht zu den Leistungsträgern. Wir sind ein Team und ich kämpfe nun mal für uns alle! Meine Entwicklung ist dank des Trainings wieder vorrangegangen. Ich bin flexibeler geworden was die Positionen angeht.

 

CH: Außerhalbd des Handballfeldes bist du mit dem Coach zusammen. Wie viel wird zuhause über Handball geredet?

NS: Nicht wirklich viel. Vielleicht mal fünf Minuten über das letzte Spiel und das Training aber das war es dann auch schon.

 

CH: Wie trennt ihr das private vom sportlichen? Gab es da schonmal Probleme mit?

NS: In der Halle ist er mein Trainer und zu Hause mein Freund. Probleme gab es noch nicht, da wir beide der Meinung sind, es konsequent zu trennen. Außerdem werde ich genau so behandelt wie die anderen Mädels auch.

 

CH: Zurück zum Team. Wie wollt ihr in Zukunft solche Niederlagen wie gegen Teltow vermeiden und an solchen Tagen auch einen Tabellenzweiten einfach zu Hause schlagen, weil einfach der Sieg drin ist?

NS: Gutes und hartes Training ist das A und O ! Wenn wir dann noch alle an einem Strang ziehen, uns nicht hängen lassen und uns immer wieder untereinander Mut machen dann sollte so ein Spiel auch für uns ausgehen.

 

CH: Was geht in dieser Saison noch für die MTV-Frauen?

NS: Wir haben jetzt grade mal drei Spiele hinter uns. Viel kann man dazu noch nicht sagen

 

CH: Was muss ganz dringend verbessert werden?

NS: Trainingsbeteiligung muss besser werden und das wir dürfen die zweite Hälfte nicht immer völlig verkacken.

 

CH: Kilian hat mal den Wunsch geäußert, eine Top-Platzierung erreichen zu wollen. Wann wird ihm der erfüllt?

NS: Puh, das ist schwierig. Aber ich denke, dass wird noch eine Weile dauern, da wir noch viel an uns arbeiten müssen.

 

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für die weitere Spielzeit

 

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