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Die Wünsdorfer Wölfe stellen derzeit den schwächsten Angriff der Landesliga Süd! 

Die nüchternen Zahlen nach der Partie gegen Chemie Guben: Die Wölfe erzielen im Schnitt nur 22,2 Tore pro Spiel! Sogar Tabellenschlusslicht Grün-Weiß Plessa (nächster Gegner der Wölfe) macht mehr Tore (22,4). Beim vergangenen Heimspiel gegen Guben (14:22) brauchten die Wölfe sechs Minuten fürs erste Tor. Zwischen der 30. und 57. Spielminute gelang dem MTV nur magere drei Treffer. 

Die Guben-Bilanz aus Hin- und Rückspiel: 29 Tore in 120 Minuten!26februar-training-leventbu

"Wir können nicht wegen des einen schlechten Spiels alles auf die negative Zeile drehen", warnt Trainer Denny Philipp vor zuviel Pessimismus. "Man sieht ja an der Tore-Verteilung gegen Guben schon, was man da für ein Spiel hat. Marcel Missal wirft sonst sechs bis acht Tore, macht jetzt vier. Gerade mal eins mehr als unser A-Jugendspieler Levent Altin. Der Rest des Teams macht nur ein oder zwei Buden, so kannst du kein Spiel gewinnen", so Philipp.

Auch nicht, wenn man mit 23,2 Gegentoren im Schnitt die drittbeste Abwehr hinter Germania Massen und Guben stellt. 

Zumindest in den vergangenen Partien, als die Wölfe zwischen November und Februar fünf Spiele ungeschlagen blieben, war die gute Abwehr das Kapital der Wölfe.

Nur 97 Tore (19,4) kassierte der MTV. Da fiel die magere Angriffsleistung von 118 Toren (23,6) und nur einem Spiel mit mehr als 23 geworfenen Toren gar nicht wirklich auf. Schon gegen Ortrand hätten die Wölfe zwei Punkte mitnehmen müssen, gegen Guben spielten die Wölfe wie im Hinspiel (15:28) zu harmlos.

Wünsdorfs Top-Werfer Marcel Missal war gegen Guben noch bester Werfer mit vier Toren, funktioniert auch sonst noch am konstantesten. Außen-Scharfschütze Leroy Ulbrich traf in den letzten beiden Spielen nur einmal per Siebenmeter, auch Mittelmann Daniel Grau traf nur dreimal. "Ich habe anfangs oft aufs Tor geworfen, jetzt spiele ich viel mehr Pässe. Ich bin auch von der Mitte auf halbrechts gegangen. Da habe ich viele Jahre nicht gespielt und brauche dort noch etwas Zeit", erklärt der Spanier seine geringere Torausbeute. 

Fünf Spiele ungeschlagen, schleicht sich da eine Selbstverständlichkeit ins Wünsdorfer Spiel? Trainer Philipp: "Wir haben in dieser Woche definitiv am Angriff gearbeitet. Wir wissen ja, dass wir es können. Wir müssen nur unseren Kampfgeist wieder ausbuddeln und den wieder auf der Platte zeigen anstatt irgendwelche Ansätze von Arroganz".

Auch auffällig: Die linke Angriffsseite mit Ulbrich auf Außen und Missal auf Halb ist deutlich effektiver als die rechte Außenbahn. Beide haben in den letzten Jahren schon Luft geschnuppert in der Brandenburgliga, die Erfahrung macht sich bemerkbar. Top-Torjäger Missal zur Wünsdorfer Tor-Krise: "Ich weiß nicht, warum wir derzeit unsere Lücken nicht sehen und unsere Chancen nicht nutzen. Im Training klappt es ja auch. Ich glaube es ist momentan auch eine Kopfsache."

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Gegen das Tabellenschlusslicht Plessa wollen sich die Wölfe nun selbst wieder erwecken. Der Trainer erwartet Besserung, will die Grün-Weißen aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. "Die Liga hat derzeit wenig Aussagekraft, wenn man sich die Ergebnisse der letzten Wochen ansieht. Wir sind jetzt zum richtigen Zeitpunkt auf die Fresse geflogen. Jetzt sind wir hoffentlich alle wieder klar im Kopf und haben gemerkt, dass Landesliga spielen kein Bonbons lutschen ist", gibt er sich nach dem Abschlusstraining optimistisch.

HV Grün-Weiß Plessa - MTV Wünsdorf

Sonntag, 1. März 2015 - 16.00 Uhr

Elbe-Elster-Halle Elsterwerda