Wölfe bei Twitter

frauen potsdam team zwei trebbin

Die Kreisliga-Teams des MTV Wünsdorf kommen mit ganz unterschiedlichen Vorzeichen ins kommende Heimspielwochenende. Während die MTV-Frauen beim HSC Potsdam III einen Sieg einfahren konnten, muss die zweite Mannschaft einen Dämpfer im Rennen um die Top-Plätze hinnehmen. Nach den Auswärtstouren spielen beide Teams am kommenden Wochenende zuhause. Mehr... 

von Conrad Hipp
Fotos:  Victoria Becker (2. Männer) / Conrad Hipp (Frauen)

Die Frauen des MTV Wünsdorf sind zurück in der Spitzengruppe. Am kommenden Wochenende winkt sogar Platz 2. Dafür musste beim HSC Potsdam III ein Sieg her – beim bisherigen Tabellendritten nicht unbedingt eine leichte Aufgabe. Dafür warfen sich die MTV-Frauen extra in Schale, präsentierten geschlossen ihre neuen Aufwärmshirts. Immerhin ein optisches Highlight, denn sonst hatte man in der dunklen und sehr rutschigen Potsdamer Halle nicht viel zu gucken. 

Und auchdirekt nach dem Anpfiff gab es leider zunächst keinen Handball zu sehen. Die Uhr in der Halle streikte, gleich zwei Mal in der ersten Spielminute. Aber irgendwann ging es dann glücklicherweise doch los. Dabei wurde der MTV durch zwei Tore von Dorothy Zimba kalt erwischt. Doch die MTV-Frauen nahmen nach wenigen Minuten die Aufgabe an, stellten gerade in der Abwehr eine kompakte Reihe auf und machten es den Gastgeberinnen dadurch schwer, gute Würfe zu produzieren. 

Parallel dazu fand sich auch die Offensive jetzt. Ein Doppelpack von Sophia Maier und der zweite Treffer des Tages von Julia Ehmig brachten die MTV-Frauen zum Ausgleich (3:3/7.) und zur ersten Führung (3:4/8.). Mit Ruhe und Übersicht bauten die MTV-Frauen ihre Angriffe auf, spielten strukturiert aber leisteten sich im Abschluss einige Fehler. Dies hielt Potsdam bis zur Pause im Spiel, auch wenn sich die HSC-Frauen auch einige Fehlwürfe gönnten.

Fotogalerie Potsdam III - MTV Frauen

In Hälfte zwei ließ es Maier dann bereits nach 18 Sekunden krachen, stellte aus dem Rückraum auf 8:12. Jetzt konnte sich der MTV endlich den ersten Vorsprung anfressen. Der Grund dafür war unter anderem die starke Leistung von Torhüterin Angelique Lenke beim Siebenmeter. Von acht Versuchen konnte der HSC nur drei Im Tor unterbringen – eine katastrophale Quote. 

So machte eben der MTV seine Tore. Drei Buden in Folge von Alessa Brunk und der MTV war mit 16:9 davongeeilt. Bitter: Danach kehrt der Schlendrian ein. Trainer Kilian Kerbs: „Das ist immer wieder unser Problem, dass wir in diesen Phasen die Konstanz verlieren.“ So gibt's leichte Chancen für den HSC. Janine Heidmeyer macht mit drei Toren in Folge das Spiel plötzlich wieder künstlich spannend. 14 Minuten vor dem Ende führt der MTV nur noch 18:15, stellt drei Minuten später sogar 16:18. Neun Minuten bleibt der MTV torlos. Der Siebenmetertreffer von Maier beendet diese Schwächephase und bringt die MTV-Frauen zurück in die Spur.

Doch Potsdam hat sich jetzt festgebissen, hat nach dem Treffer zum 19:20 sogar den Ausgleich auf der Hand. Doch der Ball wird leichtfertig vergeben. Ehmig setzt zum Konter an, bringt den MTV 120 Sekunden vor dem Ende mit einem lässigen Heber wieder mit zwei Toren in Front. Potsdam macht nichts mehr, Maier besorgt per Siebenmeter den Endstand und danach darf gejubelt werden.

Der MTV springt durch den Sieg auf Platz 3 und hat nun das Derby gegen Blau-Weiß Dahlewitz vor der Brust. Durch die Heimniederlage der Blau-Weißen gegen Werder kann Wünsdorf mit einem Sieg im Derby sogar auf Platz 2 der Liga springen. 

MTV Wünsdorf: Lenke, Henkel – Maier 10 (5/5) Ehmig 5, Brunk 3, Schötz 2, Körner 1, Laurisch 1, A. Hirschfeld, Weißhuber, Thiel, Broschell, Schmidt 

MTV-Frauen – Blau Weiß Dahlewitz, Samstag 16.00 Uhr

Team II mit unnötiger Pleite

Es sollte als Sprungbrett nach oben genutzt werden und ging voll in die Hose. Der zweite Mannschaft vom MTV Wünsdorf hat beim SC Trebbin II eine bittere Pleite im Kampf um die Top-Plätze erlitten.

Dabei startete die Partie in der Clauterstadt verlockend. Zwar hatte Trainer Nils Barsch im Rückraum wieder etwas Personalprobleme, aber zu Beginn des Spiels merkte man davon nicht viel. Nach zehn Minuten erzielte Marcel Missal mit seinem dritten Tor des Tages das 6:2 für den MTV. Danach ging plötzlich nichts mehr. Die Mannschaft nimmt sich schlechte Würfe, die folgerichtig auch nicht im Tor landen. „Wir haben in den ersten zehn Minuten gezeigt, wie wir spielen wollen. Danach kamen sehr viele Fehlwürfe und Ballverluste hinzu. Das war natürlich unnötig“, ärgerte sich auch der Trainer im Nachhinein.

Nach 15 Minuten ist der SC wieder ran, schafft durch Moritz-Michael Löwe das 7:7. Trebbin hat nun Oberwasser, bestraft die Wölfe bitter für die vielen Fehler. Bis zur Pause schiebt sich der SC mit 15:11 in Front. Ein Rückstand, in denen die Wölfe sich selbst manövriert haben.

Fotogalerie Trebbin II - MTV II

Hälfte zwei hingegeben beginnt wie Hälfte eins. Die Mannschaft bäumt sich auf, will den Rückstand schnell wieder umkehren. Als Egor Vikhrov per Siebenmeter trifft, ist der MTV auf 17:15 ran (37.). Barsch: „Dann passierte das gleiche wie in Hälfte eins. Wir machen plötzlich Fehler über Fehler und es wird nicht mehr das umgesetzt, was angesagt wurde.“

So entfernt sich Trebbin Tor um Tor und macht den Ausflug für die Wölfe zu einer ernüchternden Dienstreise. Als Béla Schulze in der 50. Minute zum 27:17 trifft, ist das Spiel bereits entschieden und der Rückstand erstmals zweistellig. Oliver Metze packt kurz darauf noch das elfte Tor rauf, dann gehen die Wölfe zumindest in Schadensbegrenzung über, kämpfen sich auf sechs Tore heran und vermeiden somit ein Debakel.

Bitter: Durch die Niederlage hat der MTV nun sechs Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze, liegt nur auf Platz 4. Am kommenden Samstag will die Mannschaft dann schnell wieder zurück in die Spur. Gegen den Tabellenletzten SSV Falkensee II ist ein Sieg für die Wölfe Pflicht,

MTV Wünsdorf: Pilz, Andreas – Vikhrov 7 (5/5), Missal 6, Reichert 4, T. Becker 3, Wehlmann 2, Vogel 1, Luchmann 1, Kuschinsky, Fredrich, Apel, Noack, Baumgardt 

Wünsdorfer Wölfe II – SSV Falkensee II, Samstag 14.00 Uhr

 

Restaurant Akropolis Niko