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Gelungener Saisonstart

Team II erkämpft Derby-Sieg

ulf sgs

 

Die zweite Mannschaft der Wünsdorfer Wölfe ist zumindest vom Ergebnis her perfekt in die Saison gestartet. Gegen den Nachbarn SG Schöneiche II erkämpften die Wölfe in einer starken zweiten Halbzeit einen 21:20-Sieg. Dabei ließen die Wünsdorfer in der Schlussphase nochmal etwas Spannung aufkommen. In der Sporthalle Baruth gab es dabei für Team II nicht nur den Derby-Sieg zu feiern. Bester Werfer des Tages war Wünsdorfs Max Werner mit sieben Toren.

Derby-Tag, Debüt-Tag, Comeback-Tag. Der erste Spieltag in der Kreisliga C hatte einiges zu bieten. Comeback 1: Die Rückkehr in die Baruther Sporthalle. Seit 2008 gab es kein Spiel im Erwachsenenhandball in der Halle im Waldweg. Jetzt kam mit dem Derby zwischen der Wölfe-Reserve und der Reserve der SG Schöneiche gleich ein echter Kracher ins Haus. In der Vorsaison gab es in der Paul-Schumann-Halle ein 24:24, ein umkämpftes Remis. Dies wollte der erste Debütant des Tages, Wölfe-Trainer Nils Barsch, diesmal nicht. Vor seinem 1. Auftritt als Coach einer Erwachsenenmannschaft war er aufgeregt. „Das ist eben schon was Anderes als Jugend-Handball“, so Barsch vor dem Spiel.

Auf dem Feld gab es dann das nächste Comeback. Kreisläufer Marius Luchmann kehrte nach mehr als einem Jahr Pause wieder zurück aufs Feld, absolvierte erstmals seit April 2016 wieder ein Pflichtspiel. Dazu zogen Justin Kuschinsky und Steven Baumgardt erstmals das Trikot der Wölfe an und wirbelten auf der Platte. Zunächst lief die Truppe aber etwas hinterher. Die Gäste eröffneten die Saison, setzten sich nach dem 0:1 auf 1:3 ab. Die Wölfe brauchten etwas, um ins Spiel zu kommen. Erst Mitte der zweiten Hälfte kam die Wende. Aus dem 3:5 wurde ein 5:5 und schließlich ein 7:5. Ein 4:0-Lauf des MTV drehte die Partie. Mit 9:6 stand dann ein akzeptables Halbzeitergebnis auf der Tafel. „Die Abwehrarbeit hat mir phasenweise schon recht gut gefallen“, lobt Barsch die wenigen Gegentore im ersten Abschnitt.

In Hälfte zwei beginnen die Wölfe wieder effektiv. Nach wenigen Sekunden fällt das 10:6, vier Tore Vorsprung! Die Wölfe verpassen es jedoch, sich noch entscheidender abzusetzen. „Wir haben uns vom langsamen Spiel von Schöneiche anstecken lassen“, sagt Barsch. Die Wölfe spielen zu oft mit zu wenig Übersicht, vertendeln leichtfertig die Bälle. So wird zwar der Vorsprung gehalten, die Vorentscheidung aber verpasst. In der Schlussphase dann das nächste Debüt. Torhüter Justin Kersten tritt erstmals ins MTV-Tor, zeigt beim Aufbäumen der Gäste einige tolle Paraden. Aber offensiv hängt es beim MTV. Nach dem Treffer zum 21:18 stellen die Wölfe das Torewerfen ein. Die Paraden von Kersten sind notwendig, denn Schöneiche ackert sich nach und nach heran und macht somit die Schlusssekunden nochmal richtig heiß.

Zunächst fliegt Max Werner mit seiner dritten Zeitstrafe vom Feld – 80 Sekunden sind da noch auf der Uhr. Schöneiche vergibt die Chance auf den Ausgleich. Die Wölfe müssten jetzt ihren Angriff runterspielen, machen das aber nicht. Zu schnell wird der Abschluss gesucht und so bekommt die SGS noch genug Zeit für den Ausgleich. Doch beim Ballvortrag wird das Spielgerät leichtfertig vertendelt und somit die Chance auf den letzten Wurf. So feiern die Wölfe ihren Derby-Sieg zum Ligastart. „Nicht schön, aber gewonnen. Die Mannschaft ist deutlich hinter ihren Möglichkeiten geblieben. Wir haben zu viele Chancen leichtfertig vergeben. Das müssen wir abstellen“, resümiert Barsch, der insgesamt aber glücklich ist, dass die zwei Punkte auf der Habenseite sind.

MTV Wünsdorf 1910 II: Andreas, Kersten – Werner 7, Vogel 5, Reichert 4, Vikhrov 2, Krüger 1, U. Seegebrecht 1, T. Becker 1, Baumgardt, Kuschinsky, Noack, Fredrich, Luchmann
SG Schöneiche II: 
Kerstan, Rust – Wolter 6, Ehmke 5, Busch 4, Pe. Werner 3, Schulze 1, Holz 1, Borchardt, Sauerbrei