Wölfe bei Twitter

1. Auftritt als Verbandsligist

Grenzen und Erkenntnisse

test btv

 von Conrad Hipp

Der erste Auftritt als Landesliga-Meister und Neu-Verbandsligist. Seit dem 1. Juli sind die Wünsdorfer Wölfe offiziell wieder Verbandsligaist und reisten am Dienstagabend zum ersten Testspiel der Saison zum BTV 1850 in den Wrangelkiez nach Berlin-Kreuzberg. Trainer Matthias Wehlmann konnte bei der 17:24-Niederlage vor allem wichtige Erkenntnisse für die weitere Trainingsgestaltung gewinnen.

Für die Wölfe war der Test eher eine Bestandsaufnahme des aktuellen Zustands, schließlich war die Einheit beim Berliner Verbandsligisten (Neunter der Vorsaison) erst die zweite Einheit am Ball. „Wir haben am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal mit dem Ball trainiert“, erinnert Wehlmann. Zuvor ackerten die Wölfe auf dem Sportplatz in Dabendorf wochenlang an der Fitness.

Das zeigte sich auch in der Anfangsphase des Tests bei den Kreuzbergern. Die Wölfe begannen wach und hatten gegen die gut gestellte Deckung der Hausherren genug Energie, um früh mit 4:0 in Führung zu gehen. Allerdings schlichen sich auch Fehler ein und besonders in der Deckung erkannte man fehlende Spielpraxis. Fix war der BTV auf 5:5 ran und legte danach konsequent vor. Die Wölfe versuchten diverse Spielideen in der Offensive, wirkten aber gerade defensiv zeitweise noch unsortiert – wenig überraschend für den Zeitpunkt der Vorbereitung.

Mit einem 11:16-Rückstand ging es in die Pause. „Ich habe die erwarteten Erkenntnisse gewonnen“, sagt Wehlmann. Auffällig: Der BTV verdrückte sich in eine Ecke des Spielfeldes, diskutierte dort eifrig über das bisherige Spiel. Die Wölfe zogen sich in die Kabine zurück, sprachen dort recht über das bisher Geschehene.

In der zweiten Hälfte kamen die Wölfe etwas schwer in den Tritt. Wieder wurde einiges probiert, fleißig durchgewechselt. Im Angriff setzte Wehlmann auf das bewährte Spiel mit Druck auf die Abwehr. Die Truppe wurde dabei weiterhin von einer gut stehenden Deckung ordentlich gefordert. Selbst zeigte man im Defensivspiel jedoch verständlich noch nicht das gewohnte Niveau. Bitter: In der Schlussphase verletzt sich Spielmacher Nils Seegebrecht an der Schulter, muss das Spiel vorzeitig beenden. Wie schlimm die Verletzung ist, war am Abend noch nicht abzusehen.

„Für die zweite Einheit in der Halle sah das ordentlich aus. Wir wissen jetzt, was wir in den kommenden Wochen zu tun haben und wo die Ansätze schon stimmen“, sagte Wehlmann nach dem Auftritt. Den richtigen Ansatz wird der Coach nun auch am kommenden Donnerstag finden, wenn es in der nächsten Einheit darum geht, die Erkenntnisse des Tests ordnungsgemäß zu verwerten.