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Der MTV Wünsdorf hat im vierten Saisonspiel den dritten Sieg geholt. Gegen Die Lausitzer Wölfe gewann der MTV mit 25:17, überzeugte spielerisch jedoch nur wenig. Erfreulich war jedoch das Comeback von Daniel Grau, der nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder spielte.

Das Ziel für das Duell Wölfe gegen Wölfe war schnell klar. Es sollte ein überzeugender Sieg. Erstmals seit mehreren Wochen stand Marcel Missal nach überstandener Krankheit wieder im Kader. Auch Daniel Grau stand über vier Monate nach seiner Verletzung erstmals wieder im Kader.

Ins Spiel: Die Wünsdorfer beginnen gelähmt. Das Tempo des Spiels ist in der Anfangsphase nicht hoch, es dauert lange bis die ersten Tore fallen. Ronny Lange trifft in der 11. Minuten zum 3:2, ein schleppender Beginn. Dann kommt Wünsdorf besser in Fahrt, weil die vielen Fehlwürfe der Gäste endlich ausgenutzt werden. Mertes per Konter zum 4:2 (12.). Die Gäste kriegen in der Offensive im gesamten Spiel überhaupt keinen Zugriff.

baumann-buPaul Wukasch wird früh von Lars Baumann in Manndeckung genommen und ist damit überhaupt nicht einverstanden. Binnen drei Sekunden täusch Wukasch zweimal ein Foul vor, seine zweite deutliche Schwalbe wird vom Schiedsrichtergespann mit Gelb bestraft.

Nach 18 Minuten wird es laut in der Wünsdorfer Halle. Daniel Grau betritt nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder das Feld. "Es hat sich toll angefühlt", sagt der Spanier, "aber ich brauche Zeit. Ich bin noch langsam". So langsam sieht es zunächst gar nicht aus. Schnell bekommt Grau am Kreis den Ball, setzt sich super durch und legt auf Mertes quer, der zum 7:4 einnetzt. Kurz darauf macht er selbst das 8:5.

Wünsdorf steht in der Abwehr gut, lässt den Lausitzern wenig Freiraum, den sie sich auch überhaupt nicht erarbeiten. Die Gäste-Offensive zeigt sich harmlos, die Wölfe aus dem Süden Brandenburgs mit angestumpften Zähnen. Aber auch die Wünsdorfer Wölfe, die im Angriff deutlich mehr Möglichkeiten zugesprochen bekommen, zeigen sich nicht sonderlich bissig. Viele Fehlwürfe, zu wenig Druck, die Folge: Ein unnötig knapper Spielstand.

Halbzeitstand: MTV Wünsdorf - Lausitzer Wölfe 12:7

Die gut gefüllte Halle sieht auch im zweiten Spielabschnitt eine Wölfe-Mannschaft, die aus ihrem Potenzial im Angriff zu wenig macht. "Mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich überhaupt nicht zufrieden. Die Einstellung hat mir überhaupt nicht gefallen"; bemängelt auch Coach Michael Löhnwitz die Art des Auftritts. Wünsdorf spürt, dass man sich in diesem Spiel nur selbst gefährden kann, mehr investiert der MTV demnach auch nicht.

grau-buMertes erhöht nach 37 Minuten auf 17:9, die Punkte verteilt. Im Angriff hat der MTV weiterhin Platz, macht nur zu wenig aus den Chancen. Satte acht Angriffe in Folge kann der MTV nicht in ein Tor ummünzen, fünf Fehlwürfe, ein verworfener Siebenmeter, ein technischer Fehler. Plötzlich wird das Spiel nochmal knapp, die Lausitzer werfen sich auf 18:14 heran, es wird laut auf der Bank des MTV.

Rackwitz und Baumann treffen zum 19:14 und 20:14, bringen wieder etwas Ruhe ins Spiel. Die Wünsdorfer spielen das Spiel jetzt herunter, stellen den Stand am Ende auf 25:17.

"Zufrieden bin ich mit den zwei Punkten, mit der Einstellung aber nicht. Die Stimmung in der Halle war super und wir präsentieren uns vor unseren eigenen Fans so. Das geht nicht", war Löhnwitz bedient und kündigt an: "Da wird es im Training klare Worte geben. Die Mannschaft muss, wie in den Spielen zuvor, zeigen, dass sie es besser kann."

Für die Wölfe bleibt nach dem Wochenende trotz schwachen Spiels der zweite Platz in der Landesliga Süd. Am 1. November reist das Wolfsrudel nach Plessa.