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MTV-Frauen gewinnen in Potsdam

Trikot-Fauxpas bringt Sieges-Konzentration

frauen in potsdam

 

von Julia Ehmig

Wünsdorfs Frauen konnten am vergangenen Wochenende den dritten Sieg des Jahres feiern. Zu Gast beim HSC Potsdam II konnte sie das Spiel mit 26:18 für sich entscheiden und halten somit den Anschluss an die obere Tabellenhälfte. Beste Werferin der Partie wird Wünsdorfs Sophia Maier mit 12 Treffern.

Bereits im Hinspiel zeigten beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe. Die Punkte blieben jedoch auch beim MTV. Allerdings sollte das kein Freifahrtschein für einen einfachen Sieg werden.

Der Spieltag begann für den MTV eher aufregend als ausgelassen. Eine Stunde vor Anpfiff fehlte von beiden Trikotsätzen noch jede Spur. Trainer Kilian Kerbs verordnet daraufhin den bereits anwesenden Spielern einen Sonntagsspaziergang. Mag für die mitgereisten Fans sowie die Gastgeber, die sich bereits eifrig erwärmten, wohl ein fragliches Bild gewesen sein. Aber der ungewollte Ausflug brachte die Mannschaft auf andere Gedanken und verhalf der Konzentration auf die Sprünge. Nachdem sich die Frauen dann endlich in Ihre grauen Auswärtstrikots geschmissen hatten und die Halle durch Musik von Ange beschallt wurde, konnte es um halb drei auch für die Frauen mit der Erwärmung los gehen. Trotz des kleinen Trikotfauxpas wirkten alle Spieler fokussiert auf das Spiel. Die nötige Motivation für das bevorstehende Spiel hatten anscheinend alle eingepackt.

Pünktlich kann das Spiel um 15.00 Uhr durch die beiden Unparteiischen aus Dahlewitz angepfiffen werden.

Die Gastgeberinnen zeigen bereits in den ersten Minuten ein starkes Spiel, legen mit zwei Toren vor und zeigen Wünsdorf, dass sie an diesem Tag die zwei Punkte nicht so einfach hergeben wollen. Der MTV findet stattdessen noch nicht ins Spiel. Der Angriff ist statisch und ohne Druck aufs Tor und die Abwehr noch ohne jegliche Kommunikation. Möglicherweise war der Spaziergang zu kurz.

Bis der MTV aus dem Winterschlaf erwacht, vergehen einige Minuten. Minuten, die der HSC Potsdam II nutzt um sich einen Drei-Tore-Vorsprung aufzubauen. Nach 14 Minuten steht es 5:2 für Potsdam. Kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Einige kleine taktische Änderungen durch Trainer Kerbs bringen den gewünschten Effekt und spiegeln sich auf der Anzeigetafel in der Da-Vinci-Halle wider: Ausgleich zum 7:7.

Kurz darauf stellt der MTV gleich auf 7:10. Die Frauen beweisen wieder einmal mehr, dass es sich lohnt als Team zu kämpfen und, dass im Handball eine Drei-Tore-Führung kein Polster zum Ausruhen ist. Damit sei nicht gesagt, dass Potsdam in diesen Minuten kein gutes Spiel auf die Platte bringt. Vielmehr zeigen die Gäste nun eine deutlich aktivere Abwehr- sowie Angriffshaltung. Auch die Kommunikation zwischen den Spielern ist nun wesentlich besser als in der Anfangsphase. 

Halbzeitzstand: HSC Potsdam II – MTV Wünsdorf 9:12

Wünsdorfs Frauen können den Schwung aus der ersten Halbzeit in die letzten 30 Minuten mitnehmen und halten Potsdam weiterhin auf Distanz. Die Gastgeberinnen haben jedoch nichts zu verschenken und kämpfen um jedes Tor. Einige bittere Treffer aus dem Rückraum müssen die MTV-Frauen folglich kassieren. Als Antwort darauf kontert Wünsdorf mit einer etwas deutlicheren Führung und baut den Spielstand auf 13:21 aus. Das weitere Spielgeschehen bleibt eher unspektakulär. Zu erwähnen ist, dass sich beide Teams fair gegenübertreten. Im gesamten Spiel gibt es lediglich eine Zeitstrafe für den MTV sowie je eine Verwarnung für die Teams. Das Spiel endet durch ein Tor für den HSC Potsdam II.

HSC Potsdam II – MTV Wünsdorf 18:26 (9:12)

„Die Mädels haben super gefightet heute. Moral bewiesen und vorne die Dinger endlich mal rein gemacht“, lobt Kerbs nach dem Spiel. Am 4. März steht dem MTV dann wieder ein spannendes Spiel gegen den Blau-Weiß-Dahlewitz bevor. Eine neue Chance zu beweisen, dass man Dahlewitz nicht nur im Pokal schlagen kann, sondern auch im laufenden Spielbetrieb.