Saisonspiele 2023/24

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Klarer Sieg gegen die direkte Konkurrenz

 Team II siegt im Topspiel-Derby

team zwei rangsdorf

Die zweite Männermannschaft hat in der Kreisliga ein überraschend hohen Derbysieg eingefahren. Gegen den SV Lok Rangsdorf, einen Konkurrenten um die Top-Platzierungen in der Liga, gelang ein 37:24-Sieg. Damit überwintern die Wölfe auf Platz 2 und haben sogar noch vor Weihnachten die Chancen, diesen abzusichern. Mehr... 

von Conrad Hipp

Das 48:17 gegen den SC Trebbin II war schon eine deutliche Ansage der Wölfe. „So hoch gewinnt man ja nicht alle Tage“, freute sich Trainer Ronny Lange. Mit entsprechend Selbstvertrauen und gut eingespielt ging die Mannschaft ins Duell mit dem SV Lok Rangsdorf. Dabei ging der MTV mit dem nötigen Respekt an die Partie. Schließlich konnte man gegen Rangsdorf schon lange Zeit nichts mehr holen. In der vergangenen Saison gab es zuletzt eine 29:32-Niederlage, im Hinspiel hagelte es sogar eine 19:32-Pleite. Die Bilanz aus den vergangenen fünf Spielen: fünf Niederlagen, 109:149 Tore! Den letzten Sieg gegen Rangsdorf gab es im Oktober 2018, damals gewannen die Wölfe 30:22. Auch in der Endabrechnung musste sich der MTV in den vergangenen Jahren immer hinter den Rangsdorfern einsortieren.

Das Spiel begann mit viel Tempo aus Wünsdorfer Sicht. Der Matchplan gegen Rangsdorf sah vor, schnell umzuschalten und so früh Druck auf die Abwehr zu kriegen. Im besten Fall noch, bevor sie sich sortiert hat. Nach vier Minuten holt Lukas Kuschel aus und trifft zum 4:1. Früh werden die Visiere im Spiel hochgeklappt, es kommt viel Druck auf die Abwehrreihen. Paul Naumann trifft für Rangsdorf, Louis Mundin für den MTV. Es sind keine fünf Minuten rum da stehen bereits sieben Tore auf der Anzeigetafel (5:2). 

Die Wölfe spielen von Beginn an mit viel Selbstvertrauen. „Die Mannschaft hat sofort gezeigt, was sie hier wollen“, lobt der Trainer. Besonders Rückraumspieler Kuschel ist angefixt. Bei der 48-Tore-Gala gegen Trebbin fehlte er und konnte selbst keine Torerfolge jagen. Als er nach 14 Minuten das 8:5 macht, erzielt er bereits seinen vierten Treffer an diesem Tag. „Lukas ist in der Lage, eine Mannschaft extrem zu push und zu motivieren, wenn er will. Heute hat er sehr viel Verantwortung übernommen“ so Lange. Allerdings leidet dadurch das Spielerische im Wünsdorfer Spiel etwas. Der Torjäger entscheidet sich häufiger eben für den Wurf anstatt für den Pass. Aber wer trifft, hat Recht. 

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Auch in der Abwehr steht der MTV jetzt stabiler. Die Mannschaft verschiebt gut und agiert ohne große Härte. Die Gelbe Karte gegen Jan Reichert in der 8. Minute bleibt die einzige Strafe gegen den MTV, der sogar komplett ohne Zeitstrafe auskommt. Hinter der Abwehr steht mit Max Karle ein Keeper, der den Rangsdorfern das Leben an diesem Tag richtig schwer macht. Viele starke Paraden zwingen die Routiniers aus Rangsdorf, ihre besten Würfe auszupacken, um zum Torerfolg zu gelangen. Das macht in dieser Phase vor allem Andreas Wäsche. Nach dem Kuschel-Tor zum 8:5 trifft Wäsche zum 8:6, dann folgen zwei weitere Kuschel-Tore und zwei weitere Wäsche-Tore, bis es 10:8 steht (17.).

Wünsdorf ist an diesem Tag vor allem auch in der Breite gut aufgestellt. Angeführt von Kuschel gibt es aber auch immer wieder andere Spieler, die zum Torerfolg kommen. Bis zur Pause kann sich der MTV auf vier Tore absetzen. Wünsdorf hatte das Spielgeschehen im Griff und drückte Lok das eigene Spiel auf.

Halbzeitstand: MTV Wünsdorf II – SV Lok Rangsdorf 16:12

Hälfte zwei beginnt, wie Hälfte eins aufhörte. Siebenmetertreffer von Kuschel. Wünsdorf ist auch nach dem Wiederanpfiff direkt wieder da, hat auch jetzt das Spiel wieder im Griff. Das Rangsdorf sich nicht abschütteln lässt, bringt den MTV kein bisschen aus der Ruhe. Strukturiert arbeitet der MTV daran, die Führung Tor für Tor zu erhöhen. Und Rangsdorf fängt an, sich langsam die Zähne abzuknabbern. Wünsdorf erhöht den Vorsprung auf sechs Tore. Rangsdorf spürt, dass ihnen das Spiel langsam aus den Händen gleitet und sie keine Idee mehr haben, wie man hier noch die Wende schaffen kann. Die Unzufriedenheit macht sich auch in einigen Kommentaren über die Schiedsrichterleistungen breit.

Nach 44 Minuten mit müssen mit Christian Blumenthal und Oliver Handke gleich zwei Spieler runter. Das Schiedsrichtergespann Patrick Karg und Madlen Tornow reagiert nach mehreren Ermahnungen konsequent auf lautstarke Beschwerden. Im späteren Spiel der ersten Männermannschaft hörten sich die beiden Schiedsrichter dann deutlich mehr und winkten das durch. In der doppelten Überzahl schraubt Kuschel sein Torekonto um drei weitere Tore rauf, dann muss mit Lars Baumgard der nächste Rangsdorfer runter. Fast 20 Sekunden lang spielt Rangsdorf so nur noch zu dritt auf dem Feld. Kuschel gelingt so sein 15. Treffer des Tages und als Rangsdorf wieder zwei Leute mehr auf dem Feld hat legt er Tor 16 hinterher. 13 Minuten vor dem Ende liegen die Wölfe mit 29:18 vorn. Rangsdorf war gebrochen.

So konnte Wünsdorf in Ruhe einen sicheren Heimsieg einfahren. In der Schlussphase wechselte das Team noch fleißig durch, so dass jeder im Kader seine Spielminuten erhielt und jeder sollte auch seine Chancen bekommen, sich in die Torjägerliste einzutragen. Vier Sekunden vor dem Ende trifft Andreas Apel vom Kreis zum 37:24-Endstand und ist damit der letzte Feldspieler, der an diesem Tag seinen Treffer macht. Kurz zuvor wurde ihm ein Tor noch zurückgepfiffen. „Das konnte ich so ja nicht stehen lassen“, grinst er nach dem Spiel. 

Lange: „Der Sieg hat mir sehr gut gefallen. Besonders die Art, wie wir uns diese zwei Punkte erarbeitet haben. Die Mannschaft ein tolles Spiel abgeliefert, in der Abwehr sehr gut gestanden und offensiv als Mannschaft sehr gut zusammengespielt.“ Am Sonntag geht's für die Wünsdorfer zur SG Schöneiche II, bevor hinter das Handballjahr 2022 ein Haken gemacht wird.

MTV Wünsdorf II – SV Lok Rangsdorf 37:24 (16:12)

MTV Wünsdorf II: Karle, Kerbs – Kuschel 16 (3/4), Köhler 4, T. Becker 3, Zühl 3, Benz 3, Worch 2, Mundin 2, Karg 1, Reichert 1, Apel 1, Krüger 1 (1/1)

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