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Trainer Nils Barsch im Interview

„Gegen Dahlewitz brauchen wir 110%

barsch trainer vikhrov

Die zweite Mannschaft hat mit zwei Siegen in zwei Spielen einen perfekten Saisonstart hingelegt. Durch die Spielpause musste die Truppe von Trainer Nils Barsch Platz 1 aber schon wieder abgegeben. Im Interview mit Anna-Lee Rasper erklärt der Coach, warum die Mannschaft so gut funktioniert und wie er Platz 1 zurückholen will.

Nils, warum sah der Saisonstart so gut und was trägst du dazu bei ?
NB: Gut ist ein treffender Begriff. Die Jungs haben einen starken Zusammenhalt. Dadurch, dass sie sich selbst motivieren und aufbauen, fungieren sie zusammen als Einheit. Sie haben Spaß am Spiel und miteinander auch. Das ist sehr wichtig. Im Großen und Ganzen habe ich da wenig Anteil, ich lenke nur in kleinen Dingen und versuche die Baustellen zu beheben.

Welche sind das?
NB: Die Baustellen sind eindeutig das Fangen und Werfen. Da sind mir viel zu viele technische Fehler und dann gelingt meist auch nur ein schlechter Abschluss. Die Abwehr können wir aber auch verbessern, mir fehlt dabei noch mehr Kommunikation.

Aber eigentlich müsste man im Männerbereich doch schon fangen und werfen können ?
NB: Ja, können sie im Großen und Ganzen auch. Aber da muss noch mehr Qualität rein. Das muss alles wie im Schlaf gehen.

Was ist mit der Truppe noch so drin ?
NB: Was drin ist? Ja gute Frage, mach ich ganz kurz: So viel, wie die Mannschaft will! Und so viel, wie sie bereit ist, sich bei schweren Spielen durchzubeißen und zu kämpfen und vor allem bei Niederlagen nicht den Kopf zu verlieren.

Jetzt zur Selbsteinschätzung. Wie läuft es für dich als Coach ? Es ist ja deine erste Saison als Männertrainer.
NB: An sich ganz gut, 4:0 Punkte was will man mehr. Gegen Schöneiches Reserve war ich schon sehr aufgeregt. Das erste Mal im Männerbereich nicht als Spieler auf der Bank, da ging mir ein bisschen die Pumpe. Aber ich bin froh, dass die Mannschaft mich so gut angenommen hat und ich denke trotz meiner 22 Jahre eine gewisse Autoritätsperson darzustellen obwohl einige im Team viel älter sind als ich.

Du warst ja auch schon als Jugendtrainer unterwegs. Findest du es als Männertrainer besser ?
NB: Das ist schwer zu sagen, obwohl ich gestehen muss, dass es mir bei den Männern besser gefällt. Beim Training zum Beispiel: Es ist eine ganz andere Atmosphäre. Keiner Quatsch dazwischen oder macht Unsinn, obwohl die Männer manchmal auch noch kleine Jungs sind (lacht).

Ein bisschen Kind sein schadet doch nie.
NB: Das stimmt allerdings.

Du bist Spieler der ersten Mannschaft, Trainer der zweiten. Wie organisierst du das, wenn beide Teams spielen?
NB: Das ist ganz gut geplant. Klar wird es Spiele mit Überschneidung geben, aber wie das geregelt wird besprechen wir dann, wenn es soweit ist. Ich bin halt selber auch Spieler und heiß auf ein Match und wenn es sein muss, wird eben nachgefahren.

Und wie siehst du diesbezüglich deine sportliche Zukunft als Trainer ?
NB: Ich sitze gerne auf der Bank, aber wie gesagt spiele ich noch lieber. Ich bin aber froh, das Vertrauen bekommen zu haben, diesen Job zu übernehmen. Das ist für mich natürlich eine neue Erfahrung und ich werde es so lange machen, wie es mir zeitlich möglich ist. Eins ist ganz klar, nach meiner aktiven Spielerlaufbahn werde ich nur noch auf die Bank wechseln. Man kommt von dem Sport einfach nicht ganz los.

Mit welchen Erwartungen gehst du ans Spiel gegen Dahlewitz am kommenden Wochenende und was ist dein Rezept für einen Sieg?
NB: Mit Dahlewitz erwartet uns eine sehr erfahrenen Mannschaft, die viele gute Leute hat. Sie haben aus vier Spielen acht Punkte geholt und das hat schon was zu sagen. Wir müssen also 110% geben um da was Zählbares rauszuholen. Ich wil am liebsten über 60 Minuten schnellen Handball und eine sichere Abwehr sehen, aus der die erste und zweite Welle gelaufen werden kann. Wenn wir das Spiel also mit hohem Tempo nehmen, wird es sich in den Kraftreserven und im Kopf entscheiden. Kurz und bündig: wir müssen sie kaputt laufen und in der richtigen Zeit nochmal das Tempo anziehen. Das wird aber nur gehen, wenn die Bereitschaft und der Wille, bis an die Grenzen zu gehen, da ist.