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Abteilungsleiter Denny Philipp

„Der Aufstieg ist ein gewagtes Projekt“

philipp

Der Jahresstart der Wölfe verbreitet Optimismus. Dennoch sieht Abteilungsleiter Denny Philipp natürlich jede Menge vor sich und seiner Leitungsgruppe. Denn auch 2017 will sich das Rudel nicht ausruhen, sondern weiter ehrgeizig die Ziele verfolgen. Im Gespräch mit Conrad Hipp erzählt Philipp, wo es hakt, welche Projekte als nächste angegangen werden und was ein Aufstieg der Ersten in die Verbandsliga bedeutet.

Denny, wie zufrieden bist du mit dem Start ins Jahr 2017?
Philipp: 2017 ging gut los. Die A-Jugend mit einem klaren Sieg gegen Belzig. Die Frauen haben gegen Potsdam ihr Potenzial gezeigt. Insgesamt bin ich mit der Entwicklung der Jugend sehr zufrieden. Die Teams sind gut zusammengewachsen. Bei den jüngeren Jahrgängen sieht man den Kindern den Spaß und den Ehrgeiz am Handball an. Wir haben ja Sportgruppen ab zwei Jahren. Es ist schön zu sehen, dass da alle Spaß haben.

Team I hat 0 Verlustpunkte. Zwei Jugendspieler wurden zum Spieler des Jahres gewählt. Das MTV-Konzept geht derzeit voll auf oder?
Philipp: Vom Grundgedanken her ja. Aber bisher nur in der Verwaltung. Die Abteilungsleitung funktioniert derzeit sehr gut. Jeder hat seine Aufgabenbereiche, wir entwickeln viele frische Ideen und setzen sie um. Die sportliche Entwicklung im Erwachsenenbereich hat bisher aber noch nicht genau mit unserem Konzept zu tun, denn die Entwicklung unserer Jugend stand nicht in der neuen MTV-Konzeption. Diese Entwicklungspläne hatten wir damals mit Susanne Speed und Maurice Laurisch im Kopf. Das wird jetzt aber kommen. Matthias hat im Männerbereich eine sehr professionelle Art, mit der er vollkommen unserer Philosophie entspricht. Wir haben in jeder Altersklasse ausgebildete Trainer, die Lizenzen haben und die Kinder vernünftig weiterentwickeln können. Dazu gibt es nun ein ausgearbeitetes Trainingskonzept, was aufeinander aufbaut und demnächst noch intensiver umgesetzt wird.

Was sind die Ziele für 2017?
Philipp: Allen voran eben die Umsetzung des Trainingskonzeptes. Wir wollen weiter daran arbeiten, dass die jungen Spielerinnen und Spieler nicht nur an den Handball denken, sondern auch an das gesamte Vereinsleben. Sie sollen auch in die Verantwortung der ganzen Organisation hereinwachsen. Hier und da mal ein paar Aufgaben übernehmen. Wir wollen die Jugend sportlich und außersportlich ausbilden, so dass man sich keine Leute von außerhalb holen muss. Der Verein wächst immer mehr und dementsprechend müssen wir auch Funktionäre ausbilden und uns in diesem Bereich absichern. Wir brauchen dauerhaft Leute, die uns bei unserer Entwicklung helfen.

Die erste Mannschaft ist sehr jung, mit dem Aufstieg sieht es gut aus. Was kommt danach?
Philipp: Das ist ein sehr gewagtes Projekt, was wir hier gestartet haben. Aber man sieht ja, wie toll sich diese Mannschaft entwickelt. Auch neben dem Feld. Man merkt, wie die Mannschaft zusammen wächst und die Jungs auch vom Kopf her erwachsen werden. Die Mischung ist auch sehr interessant. Da sind Jungs dabei, die noch grün hinter den Ohren sind und dazu alte Hasen mit Erfahrung. Und die arbeiten alle wunderbar zusammen. Die Verbandsliga wird definitiv nicht leicht. Aber auch dort gilt, dass die Priorität darauf liegt, dass die Jugend ausgebildet wird und da bin ich mir mit diesem Team und dessen Trainerstab vollkommen bewusst, dass wir da auf dem richtigen Weg sind.

Welche Rolle spielt die zweite Mannschaft für die Erste?
Philipp: Eine ganz wichtige! Die zweite Männermannschaft soll weiter darauf ausgerichtet werden, eine Ausbildungsmannschaft zu werden. Das gestaltet sich noch etwas schwierig. Wir haben in der Ersten einen sehr großen Kader. Wir haben uns mit Matthias ausgemacht, Jugendspieler in der ersten Männermannschaft auf der einen und in der Zweiten dann auch mal auf einer anderen Position auszubilden. Die Zweite soll jungen Spielern die Chance geben, Spielpraxis zu sammeln und ihr Können in der Ersten abzurufen. Das haben wir ja auch schon so durchgezogen. Mit Egor Vikhrov, Nils Andreas oder Tim Becker. Mit Lucas Vogel folgt bald ein Weiterer. Die Zweite ist aber auch dafür da, dass vielleicht auch mal ein Junger runtergeht um wieder zu seinen alten Leistungen zu finden. Ein großer Vorteil ist, dass Matthias selbst in der Zweiten spielt und da auch eine Art Co-Trainer ist. Umgekehrt arbeite ich bei der Ersten Mannschaft mit. Diese Kommunikation funktioniert voll und erleichtert den Jungs auch den Übergang.

Am Wochenende gab es einen ziemlich deutlichen Sieg in Dahme. Du saßt ziemlich entspannt im Publikum. Wie fandest du das Spiel?
Philipp: Ich bin ehrlich gesagt mit den gleichen Bauchschmerzen in das Spiel gegangen wie Matthias. Aber wie sich die Mannschaft dann auf dem Feld verkauft hat, war wirklich grandios. Das war schön anzusehen. Das war eine mannschaftlich geschlossene Vorstellung. Jetzt freue ich mich noch mehr auf das Spiel gegen Schöneiche.

Was erwartest du da?
Philipp: In erster Linie wünsche ich mir, dass alles entspannt und friedlich bleibt und dass nirgends Unruhe gestiftet wird. Ich wünsche mir, dass sich auf beiden Seiten niemand verletzt. Und das ich mir einen Sieg für den MTV wünsche, muss ich ja nicht sagen.

Auch in der Jugend wird viel gemacht. Die männliche A-Jugend hat zwar nur zwei Gegner, spielt aber trotzdem. Bei den Frauen integriert Kilian im Training schon die nächsten Mädels. Was kommt da noch in den nächsten Jahren?
Philipp: Die A-Jugend ist eine eingeschworene Mannschaft, die seit etlichen Jahren so zusammenspielt. Das läuft da. Unsere weibliche B-Jugend ist derzeit ja nicht im Spielbetrieb, aber trainieren bei den Frauen fleißig mit. Da bin ich optimistisch, dass die den Sprung schaffen werden. In der männlichen C-/B-Jugend gibt es Jungs, die ihr Talent erkannt haben. Da gibt es auf jeden Fall einige, die in der nächsten Saison bei den Männern debütieren könnten. Wir wollen bis zur C-Jugend weiter daran arbeiten, Nachwuchs zu gewinnen. Bei den ganz jungen Kindern ist es schön zu sehen, mit wie viel Spaß sie an die Einheiten gehen. Da bekommen sie ja von unseren Trainern ja auch die Grundlagen des Sports, die Grundlagen vom Handball auch vernünftig beigebracht.

zurawski gross