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Geburtstagskind Tim Wendland

„Es denkt niemand an die Meisterfeier“

wendland sgs

 

Heute feiert Tim Wendland seinen 19. Geburtstag. Feiern will er auch am Samstag auf der heimischen Platte. Aber nur einen Derbysieg. Im interview mit Conrad Hipp spricht er über die knappen Spiele aus der Vorsaison, seine Konkurrenz auf der Außenposition und was zuviele Siege mit dem Kopf anstellen. 

Dieses Interview wird präsentiert von

zurawski 2016

Tim, wie groß ist die Vorfreude aufs Derby?
Wendland: Nach dem Hinspiel und den vergangenen Ergebnissen ist die Vorfreude natürlich groß. 

In der vergangenen Saison gab es in der Schlusssekunde den Ausgleich. Erinnert man sich vor dem Spiel nochmal an die Ereignisse von damals?
Wendland: Was letzte Saison war, interessiert mich nicht. Für mich zählt nur diese Saison. Unsere A-Jugend spielt zum Großteil mit in der ersten Mannschaft und es geht von Spiel zu Spiel um den Sieg.

Mit ein paar Monaten Rückblick. Was nimmt man aus solch knappen Spielen mit? Gefühlt war es für die Wölfe ja eine Niederlage...
Wendland: Das war eben das letzte Jahr. Da waren wir noch in der Findungsphase bzw. nach vielen Ausfällen noch im Neuaufbau. 

Und in diesem Jahr?
Wendland: Da sind wir doch ganz anders aufgestellt. Wir haben Jan-Eike und Becks als erfahrene Leute dazu bekommen und sind dadurch auch trotz der Verletzung von Lars gut besetzt.

Gegen Dahme gab es ein ziemlich überzeugenden Sieg. Ist so ein klarer Sieg vor dem Derby wichtig fürs Selbstvertrauen oder vielleicht eher gefährlich, weil man sich zu sicher wird?
Wendland: Für das Selbstvertrauen war das natürlich gut. Wir wissen aber auch, dass jedes Spiel anders ist. Wir wissen, was Schöneiche kann und können das Hinspiel einordnen.

Wie ordnet ihr es ein?
Wendland: Das es ein klarer Sieg war, der nicht bedeutet, das wir jetzt zu lasch oder selbstsicher auftreten werden. Wir nehmen das Spiel sehr ernst.

Was kann man von dem Kantersieg in Dahme ableiten für das nächste Derby?
Wendland: Das unsere Arbeit und die des Trainers richtig war. Wir haben mit Tempo und Selbstsicherheit bisher alle in der Liga schlagen können.

Wenn wir gegen Schöneiche gewinnen, müssten wir vier der restlichen zehn Spiele verlieren. Wäre ein Sieg da schon die gefühlte Meisterschaft?
Wendland: ich glaube nicht, dass am Samstag schon jemand an die Meisterfeier denkt. Wir haben mit Bad Liebenwerda und Ortrand noch zwei Mannschaften, gegen die wir in dieser Saison noch gar nicht gespielt haben. Also abwarten.

Mit was für einem Spiel rechnest du am Samstag?
Wendland: Vor allem rechne ich mit einer tollen Kulisse und einer großartigen Stimmung. Dieses Derby wird wohl das absolute Highlight der Saison. Es werden viele Bekannte und Freunde kommen und da möchte man natürlich voll auf Sieg spielen und niemanden enttäuschen.

Du bist Teil einer Mannschaft, in der die Offensive sehr gut funktioniert. Was macht den MTV so schwer auszurechnen?
Wendland: Wir sind auf allen Positionen gut und mehrfach besetzt. Wir haben eine Vielzahl an Möglichkeiten, unsere Spieler einzusetzen und können variabel agieren. Dazu ist natürlich unsere Schnelligkeit eine Stärke.

Du hast harte Konkurrenz auf dem Flügel. Wie zufrieden bist du mit deiner eigenen Leistung in dieser Saison?
Wendland: Der Saisonstart war super. Nach meiner Verletzung in Senftenberg habe ich bei mir selbst eine Verunsicherung gespürt. Jetzt nach dem Dahme-Spiel, in dem ich mit wenig Spielzeit vier Tore machen konnte, steigt das Selbstvertrauen. Nebenbei läuft ja noch die A-Jugend, wo ich viel Spielzeit bekomme und die Toranzahl noch höher ist.

Wie wichtig ist für euch jungen Spieler die A-Jugend fürs Selbstvertrauen, den Reifeprozess, die Toranzahl, Spielpraxis..
Wendland: Das ist sehr wichtig. Wir können dort Spielpraxis sammeln, die einige vielleicht oben nicht immer bekommen. Man kann auch gewisse Dinge ausprobieren. Zum Beispiel, dass ich mal auf der Halbposition spiele oder sowas.

Elf Siege in elf Spielen. Was passiert da im Kopf? Denkt man sich da: Wir sind eh nicht zu schlagen oder eher naja irgendwann muss es ja passieren?
Wendland: Von Spiel zu Spiel denken ist da einfach der Trick. Es ist noch alles möglich. Eine perfekte Saison mit Null Minuspunkten ist sehr schwer – wäre aber ziemlich geil.

Dein Tipp für Samstag?
Wendland: Wir gewinnen, mit Spannung und viel Adrenalin auf beiden Seiten.

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