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Schöneiches Pascal Werner vor dem Derby

„Die Meisterschaft ist nicht entschieden“

pascal werner

An der Seite seines Bruders Steven verlor Pascal Werner (26) mit der SG Schöneiche das Hinspiel in eigener Halle deutlich mit 23:29 gegen die Wölfe. Jetzt haben sie im Rückspiel die wohl letzte Chance, dem MTV noch in die Meistersuppe zu spucken. Mit Conrad Hipp spricht „Calle“ über den Schmerz aus dem Hinspiel, sein Verhältnis zu Wölfe-Coach Matthias Wehlmann und den Glaube an die Meisterschaft.

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zurawski 2016

Pascal, wie schwer liegt die Pleite aus dem Hinspiel noch im Magen?
Pascal Werner: Natürlich war die Pleite aus dem Hinspiel bitter! Ausgerechnet beim Derby haben wir ein Blackout, hätte sonst ein gutes und enges Spiel werden können.

Mit etwas Rückblick. Vor 4 Monaten. Was lief schief in eurer Halle?
Pascal Werner: Da lief so ziemlich alles schief. Die Abstände zur Abwehr haben nicht gestimmt. Unsere eigene Abwehr war schlecht drauf. Das Zusammenspiel untereinander klappte nicht. Den Tag konnte man einfach vergessen. 

Was wird jetzt im Rückspiel anders werden?
Pascal Werner: Ich hoffe doch, dass es diesmal anders laufen wird. Schließlich haben wir was gut zu machen. Vor allem gegenüber unseren treuen Fans.

Apropos Fans. Was dürfen wir denn in der Schumann-Halle erwarten?
Pascal Werner: Ich denke, dass unsere Fans zahlreich vertreten sein werden. Und dann hoffe ich, dass die Stimmung so ist wie in der vergangenen Saison...

Da hast du uns mit einem Hüftwurf in der letzten Sekunde den Sieg gemopst...
Pascal Werner: Schön, dass du dich daran erinnerst.

In Wünsdorf hätte wohl niemand was dagegen, wenn du diesen Wurf diesmal in die Wand setzt...
Pascal Werner: Wir werden sehen.

Die beiden besten Abwehrreihen der Liga treffen aufeinander. In der vergangenen Saison gab es zwei Torfeste. Was wird es diesmal?
Pascal Werner: Ich denke, dass wieder beide Mannschaften mit offenem Visier spielen und ähnlich viele Tore fallen werden.

„Ich komme mit Wehle sehr gut zurecht“

Ihr seid im Meisterschaftsrennen zuletzt ins Straucheln gekommen. Ist die Meisterschaft schon entschieden?
Pascal Werner: Die Meisterschaft ist überhaupt nicht entschieden! Wir haben jetzt wichtige Spiele vor uns, in denen wir besser auftreten müssen als zuletzt. Aber Wünsdorf hat auch noch ein straffes Programm.

Ihr braucht aber die Rückendeckung der Liga. Wo hast du die größte Hoffnung, dass der MTV ausrutscht?
Pascal Werner: Ich bleib dabei, dass Wünsdorf ein hartes Programm vor sich hat. Dabei denke ich vor allem an Spiele wie gegen Finsterwalde oder Elsterwerda. In erster Linie hoffe ich aber, dass bei allen Teams die Spieler unverletzt bleiben. Wir sind ja da in diesem Jahr auch nicht vom Glück gesegnet.

Wie sieht Schöneiches Meister-Plan aus?
Pascal Werner: (lacht) Naja, Meister-Plan. Wir wollen eben mehr Spiele gewinnen als alle anderen.

Wie viel Bock habt ihr auf die Verbandsliga?
Pascal Werner: Es ist immer schöner, wenn man eine Liga höher spielt. Wir haben alle total Bock auf die Verbandsliga. Vor allem unser Coach.

Warum der?
Pascal Werner: Er macht einfach hervorragende Arbeit und möchte den Aufstieg mindestens genauso wie alle Spieler.

Wenn wir grad auf der Trainerposition sind. Der Wechsel von Matthias Wehlmann zum MTV polarisierte extrem. Welchen Draht hast du zu ihm?
Pascal Werner: Ich kam und komme mit Wehle immer noch sehr, sehr gut zurecht. Wir haben keinerlei Probleme miteinander und verstehen uns meiner Ansicht nach sehr gut.

„Es ist immer schön, wenn andere Interesse zeigen“

Was würde es für die SGS bedeuten, ausgerechnet hinter dem Nachbarn aus Wünsdorf Zweiter zu werden?
Pascal Werner: Das ist egal!

Wirklich? 
Pascal Werner: Naja, wenn es nur einen Aufsteiger gibt, dann ist Platz zwei immer bitter. Da ist es egal, wer vor dir ist.

Dein Bruder Steven wagte einst den Sprung zum MTV. Wie würdest du reagieren, wenn man dich nach Wünsdorf lotsen will?
Pascal Werner: Ich wurde ja schon das ein oder andere mal gefragt, ob ich nicht Lust habe, nach Wünsdorf zu kommen. Das gilt auch für andere Mannschaften wie Ahrensdorf oder Rangsdorf. Es ist natürlich persönlich immer schön, wenn andere Mannschaften Interesse an einem zeigen.

Aber?
Pascal Werner: Ich bin eben recht heimatverbunden und fühle mich in der Mannschaft sehr wohl. Bisher war eben noch nichts lukrativ genug um das hier aufzugeben.

Wie hast du das damals aufgenommen, als Steven sagte: Ich geh zum MTV?
Pascal Werner: Ganz normal. Ich bin und werde da niemals jemanden nachtragend sein! Ich verstehe es, wenn Spieler ihr Glück woanders suchen und eventuell auch mal ein oder zwei Ligen höher spielen möchten!

Dein Vater ist auch handballverrückt ohne Ende. Wie viel Stunden am Tag wird im Hause Werner über Handball gesprochen?
Pascal Werner: Als Steven und ich noch zu Hause gewohnt haben, wurde natürlich viel über Handball gesprochen. Training, Spiele, Gegner. Aber auch alles drumherum, weil Vaddern ja auch im Vorstand ist. Außerdem wurde oftmals auch der Nachmittag vor dem Fenseher verbracht um die Champions Leauge zu gucken. Das machen wir heute so wie es passt.

Letzte Frage. Dein Tipp fürs Spiel?
Pascal Werner: 32:31 für uns!

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