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Ortrands „Mädchen für alles“

 „Zeitung findet immer noch großen Anklang“

Eintrachts Michaela Grau im Kurz-Interview

michaela grau boden

Während die MTV-Frauen in Ortrand ihr Turnier spielten, waren die heimischen Kräfte dabei, alles vernünftig über die Bühne zu bringen. Mitten drin: Michaela Grau (31). Sie betitelt sich selbst als „Mädchen für alles“ bei der Eintracht. Seit 1996 ist sie im Verein, spielt seit 2000 bei der Frauenmannschaft als Spielmacherin. Im Laufe der Jahre kamen einige Dinge zu ihrem Aufgabenbereich dazu. Mittlerweile gehören Facebook, Trainingspläne und die Schiedsrichterpfeife zu ihrem Alltag. Denn seit 2004 ist sie auch Jugendübungseiter, zwei Jahre später kam die Schiedsrichterausblidung dazu. Neben dem Handballgeschehen kümmert sie sich auch noch um die Facebook-Seite der Eintracht – das Mädchen für alles eben. 

 

Michaela Grau über...

...den Sommer-Cup: „Ich habe mich um den Versorgungskram gekümmert. Dann ging es schnell zum Umziehen, weil ich das erste Spiel pfeifen musste. Danach habe ich mal wieder selbst gespielt.“

...ihren Aufgabenbereich in Ortrand: „Ich sehe mich als ausführende Kraft. Ich bekomme Aufträge, die führe ich dann aus. Ich bin Trainerin unserer weiblichen B-Jugend, Schiedsrichterin im Nachwuchsbereich. Außerhalb der Halle kümmere ich mich um die Berichterstattung bei Facebook und in der Zeitung. Also Ankündigung der Heimspiele und sowas. ich helfe, Turnier und den Saisonabschluss zu organisieren und mache den „Zeugwart“ im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich. Dort kontrolliere ich die Materialien und schaue, ob alles da ist.“

...ihre Rolle als „Mädchen für alles“: „Ich bin da reingewachsen. Ich wurde schon immer viel gefragt und habe oft ja gesagt. Fast meine komplette Familie und auch mein Freundeskreis sind im Verein. 

...die Aufgabe, die die meiste Zeit in Anspruch nimmt: „Die Ausarbeitung von Trainingsplänen und natürlich das Training selbst.“

...die Aufgabe, die am meisten Spaß macht: „Wenn ein Trainingsplan funktioniert, ist das toll. Wenn die Kinder das alles gut ausführen können und Freude daran haben. Und Schiri bei den Bambinis macht auch Spaß.“

...Facebook, Homepage und Zeitung: „Den meisten Anklag findet immer noch die Zeitung. So ist zumindest mein Eindruck. Es gibt viele ältere und ehemalige, die gerne noch Handball schauen. Die erreicht man über die Zeitung eher. Facebook kommt. Ich muss da nur dran bleiben. Gerade die Berichterstattung nimmt doch einiges an Zeit in Anspruch.“

 

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...die handballreie Zeit im Sommer: „Handballfrei? Bei den Frauen endet das Training Mitte Mai. Das Kindertraining meist zwei bis drei Wochen danach. Kurz danach geht es bei den Erwachsenen schon wieder in die Vorbereitung. Da bleiben etwa zwei bis vier Wochen, in denen ich in den Urlaub fahre und mal nicht an Handball denke. Da gucke ich dann Fußball mit meinem Sohn, besuche Verwandte und bereite alles auf, was während der Saison so zu kurz kommt.

...die Vernetzung der Mannschaften: „Wir haben ein zeimlich kleines Einzugsgebiet, da hängt immer jemand aus einer Mannschaft mit einem aus der anderen zusammen, zum Beispiel durch Geschwister. Die Kinder kennen sich ja auch altersübergreifend durch die Schule. Ich selbst und mein Lebensgefährte haben zu allen Mannschaftsmitgliedern einen guten Kontakt, weil uns die Nachwuchsarbeit sehr wichtig ist und wir immer mal wieder in die Trainingseinheiten schauen. Alle Trainer treffen sich auch regelmäßig. Also die Vernetzung passt würde ich sagen.“

...die Saisonziele der Eintracht: „Wir wollen noch mehr zusammenwachsen und den Nachwuchs fördern. Spieler, Schiedsrichter, Kampfgericht. Die Jugend soll Verantwortung übernehmen in kleineren Sachen, zum Beispiel Hallenvorbereitung vor den Heimspielen, Aufräumen nach dem Training.“

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