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Levent Altin (18) spielt trotz seines jungen Alters bereits seine zweite Männersaison. Sein Start unter den Großen war jedoch alles andere als rosig. Sein Start war durchwachsen, Altin konnte selten frei aufspielen. Zudem geriet er mit den Trainern aneinander, flog sogar aus dem Kader. Das hat er alles hinter sich gelassen. Jetzt will er in der neuen Spielzeit neu angreifen und bei den Männern endlich voll durchstarten. Im Gespräch mit Conrad Hipp erzählt er, was er aus der Suspendierung gelernt hat, wie er sich weiterentwickelt hat und was im Spitzenspiel gegen Guben für die Wölfe drin ist.

CH: Levent, du bist einer der jungen wilden beim MTV, spielst jetzt sogar schon deine zweite Männersaison. Bist du schon angekommen bei den Großen?

Levent Altin (18): Naja, was heißt angekommen bei den Großen? Ich bin immernoch Jugendspieler. Ich würde eher sagen, ich bin noch nicht endgültig angekommen. Ich bin weiterhin gerne auch bei der A-Jugend.

 

barsch-buCH: Dein Start in der Vorsaison war etwas schwankend. Du hast nicht richtig Fuß gefasst, nicht immer gespielt. Wie siehst du deine ersten Schritte im Männerbereich mit etwas Abstand?

LA: Ja, ich habe mich wirklich schwer getan, richtig reinzufinden. Aber ich konnte mich dann im Training wieder einigermaßen orientieren und beweisen.

 

CH: Wieso hast du dich so schwer getan?

LA: Keine Ahnung. Das war eine Phase, in der bei mir einiges scheiße lief.

 

CH: ... und du schlussendlich sogar aus dem Kader geflogen bist.

LA: Ich war mit meiner Spielzeit nicht einverstanden und auch mit der Position, auf der ich eingesetzt wurde, nicht sehr glücklich. Das hat sich natürlich auch in meiner Motivation im Training gezeigt. Dass ich die Entscheidung der Trainer dann so direkt in Frage gestellt habe, hat ihnen nicht so gepasst.

 

CH: Deine Disziplin ist den Trainern in dieser Phase übel aufgestoßen. Hast du dir durch sowas deine 1. Männersaison selbst unnötig schwer gemacht?

LA: Ich würde nicht unbedingt sagen, dass es an meiner Disziplin lag. Ich sage halt einfach gerne, was ich denke und bin auch sehr direkt gewesen. Das hat den Trainern anscheinend nicht gepasst und ich bin aus dem Kader geflogen. Das gab mir aber auch die Möglichkeit, mich wieder mehr für die A-Jugend einzusetzen und mich im Training erneut zu beweisen. Ich bin der Meinung, dass ich mich trotz der ganzen Sache letzte Saison bei den Männnern gut verkauft habe.

 

levent-racki-buCH: Welche Lehren hast du daraus gezogen?

LA: Ich hätte mich damals vielleicht auch selbst mehr hinterfragen müssen. Ich war 17 und mein Start bei den Männern lief nicht gut. Da muss man sich eben einfach durchbeißen und nicht sofort meckern. Das war nicht clever von mir und ich habe daraus gelernt.

 

CH: Viele Teamkollegen kennst du aus dem Jugendtraining. Wie groß ist der Vorteil für die Männermannschaft, dass ihr alle schon zusammengespielt habt?

LA: Ich würde sagen, dass es schon eine große Rolle spielt und wir ja seit Jahren alle zusammenspielen. Wir sind mit der Zeit zu einem echten Team zusammen gewachsen und wir bringen ja auch einiges mit in die Männermannschaft.

 

CH: Du hängst dich immer voll rein, wenn du auf der Platte stehst. Wie würdest du deinen Spielertyp selbst beschreiben?

LA: Ich würde meinen Spielertyp als sehr ehrgeizig, aber auch mit einer etwas aggressiv beschreiben.

 

altin-timeout-buCH: Die Mannschaft hat sich zu dieser Saison wieder um einiges verändert. Welchen Eindruck hast du von der Truppe?

LA: Wir haben uns im Gegensatz zur vergangenen Saison ziemlich verbessert. Das lag aber auch an dem ganzen Training und der harten Vorbereitung, die wir hatten. Es läuft zwar noch nicht immer perfekt, aber wir sind deutlich besser in der Abwehr und haben ein gutes Spieltempo.

 

CH: In der Vorsaison hat erst Denny als Trainer angefangen, dann kam kurz Misko Lazic ans Ruder. Gegen Ende der Saison hatte Micha seine Finger schon drin. Wie wichtig ist es, gerade als junger Spieler, dass auf dem Posten jetzt Ordnung herrscht?

LA: Das war letzte Saison schon ein ganz großes Durcheinander. Denny hat die Sache gut gemacht, hat es dann mit Lasić versucht. Diese Lösung hätte aber niemals funktioniert. Dann hat Denny ja wieder übernommen und dann lief es ja mehr oder weniger. Mit Micha funktioniert als Cheftrainer funktioniert die Sache ja bisher sehr gut. Ich finde es aber auch wichtig, dass Denny Co-Trainer ist. Er spielt für uns Jugendspieler eine extrem wichtige Rolle, weil er uns schon seit Jahren begleitet.

 

konter-buCH: Nach zwei Spielen stehen vier Punkte auf dem Konto. Jetzt geht es gegen Guben. Was ist gegen den Staffelfavoriten drin?

LA: Wir können Guben auf jeden Fall schlagen. Wenn wir alle zusammen halten ist das sogar sehr gut möglich. Wir sind eine starke Truppe auch wenn wir zur Zeit einige Ausfälle von wichtigen Spielern haben. Man hat ja gegen Elsterwerda gesehen, wie dei Mannschaft füreinander einstehen kann.

 

CH: Gegen Elsterwerda fiel besonders diese mannschaftliche Geschlossenheit auf. Was geht in der gesamten Saison mit der Truppe?

LA: Ganz ehrlich: Wenn alle wieder fit sind und alles gut funktioniert, können wir auf jeden Fall um den Meistertitel mitspielen

 

CH: Was hast du dir persönliche für diese Spielzeit vorgenommen?

LA: Meine persönlichen Ziele sind, viele Tore zu werfen und der Mannschaft soviel Unterstützung wie möglich zu geben.

 

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für die neue Saison

zurawski-gross

 

 

 

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