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Max Hawaleschka und Tim Wendland sind die nächsten Namen auf der Liste der Jugendspieler, die den Sprung in den Männerbereich der Wölfe geschafft haben. Beim Saisonauftakt in Ortrand gaben beide ihr Debüt. Im Interview mit Conrad Hipp sprechen beide über ihre ersten Minuten bei den Männern und ihre Vorbereitung mit der A-Jugend.

 

Conrad Hipp: Max, Tim. Ihr habt gegen Ortrand euer Debüt in der ersten Mannschaft gegeben. Zufrieden?

Max Hawaleschka (17): Der Start war für die Mannschaft aus meiner Sicht top. Klar gab es am Anfang des Spiels ein paar Schwierigkeiten, aber das ist ja normal. Trotz der Schwierigkeiten haben wir aber unser Bestes geben.

Tim Wendland (17): Ich bin trotz der wenigen Spielzeit auch zufrieden mit dem Debüt.

 

CH: Wie habt ihr euch vorher gefühlt? Wart ihr aufgeregt?

TW: Eigentlich nicht, da ich schon die ganze Vorbereitung bei den Männern trainiert habe und wir schon gemeinsam Trainings- und Testspiele bestritten haben.

MH: Echt nicht? Ich war sehr aufgeregt. Immerhin war das alles neu für uns. Allerdings habe ich mich auch sehr gefreut und war froh, dabei sein zu dürfen. Die Stimmung in der Mannschaft und das Wissen, nicht der Einzige zu sein der aufgeregt war, hat dabei auch sehr geholfen.

 

CH: Max, du hast in der ersten Hälfte in Ortrand zwei gute Würfe verdaddelt und hast dann in der Auszeit danach immernoch mit dir gehadert. Teil deine Gedanken mit uns...

MH: Ich dachte, schlimmer kann es gar nicht mehr werden. Zwei 100%ige gleich am Anfang zu verwerfen ist nicht gerade ein Grund zur Freude. Aber der Zuspruch des Teams und die unterstützenden Worte der Andern haben mir die Kraft zum weitermachen gegeben.

 

CH:Tim, du hast die Würfe von Max von außen gesehen. Leidet man da besonders, wenn ein Kumpel, mit dem man schon solange zusammenspielt, zwei Dinger verhaut?

TW: Da habe ich schon mitgelitten, aber gleichzeitig habe ich Ihn von der Bank aus angefeuert und gesagt er soll weiter machen.

 

CH: Wie haltet ihr euch selbst bei Laune, damit der Kopf nicht hängt, wenn es in der Anfangszeit bei den Männern mal nicht so läuft?

MH: Alleine ist das gar nicht so einfach. Man braucht dafür einfach den Rest der Mannschaft, die einen wieder aus dem Tief zieht. Wenn es dann wieder läuft, spürst du, dass auch du selbst Vertrauen in deinen Leistungen haben kannst. Und das ist dann ein gutes Gefühl.

TW: Ich versuche weiter zu machen, auf mein können zu vertrauen und es beim nächsten Mal besser zu machen.

 

CH: Wie seht ihr eure Rolle in der Mannschaft?

TW: Als Neuling werde ich vor allem im Training versuchen, von den erfahrenen Außenspielern so viel wie möglich mitzunehmen um damit mehr Einsatzmöglichkeiten bei der 1. Männer Mannschaft zu bekommen.

MH: Ich denke, erstmal müssen wir in die Mannschaft im wahrsten Sinne des Wortes hineinwachsen. Und natürlich gibt uns jedes Spiel die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, die wir außerdem auch für die Jugend nutzen können.

 

CH: Apropos Jugend. Die drängt sich mächtig auf grad. Auf was können wir uns noch freuen beim Nachwuchs?

MH: Unser Ziel in der A-Jugend ist natürlich der Aufstieg und das werden wir auch mit aller Kraft anstreben. Denn schließlich wollen wir als Jugendspieler unsere Leistungen nachweisen. Und als Mannschaft spielen wir schon jahrelang zusammen, da möchten wir nicht nur immer Zweiter sein.

TW: Wir sind ein starker 97/98er Jahrgang, der seit Jahren zusammen spielt, aufgebaut von Maurice und Denny. Vor allem unsere A-Jugend wird versuchen, die Männermannschaft in Zukunft zu stärken.

 

"Justin wird eine große Hilfe sein"

 

CH: Mit Justin kommt bald noch einer von euch jungen dazu. In Ortrand durfte er nicht, weil er noch zu jung war. Wie wird er sich anstellen bei den Großen?

MH: Ich denke, er wird sich super integrieren. Er hat in den Trainingsspielen schon gezeigt, was er kann. Ich glaube, er wird eine große Hilfe sein, da wir am Kreis ja relativ dünn besetzt sind. Ich freue mich auch darauf, mit ihm bei den Männern zu spielen, da es mit ihm gerade in den Jugendspielen so viel Spaß gemacht hat.

TW: Ich denke, Justin ist eine gute Ergänzung für Marius am Kreis. In den Trainingsspielen hat er besonders seine Durchschlagskraft unter Beweis gestellt.

 

CH: Tim Becker steht ebenfalls im Kader, genauso wie Carlo Hirsing. Beide kamen wegen Verletzungen bisher nicht zum Einsatz. Wer kommt als nächstes nach oben?

TW: Alle mit Doppelspielberechtigung des 97/98 Jahrgangs sind bereits im Kader und auch die 99er trainieren mindestens einmal in der Woche mit den Männern. Sie werden in der nächsten Saison sicherlich nachrücken.

 

CH: Ihr spielt auch in der A-Jugend noch zusammen. Wie sehr schränken euch die Einsätze bei den Männern ein bei euren Einsätzen in der Jugend?

MH: Ich persönlich sehe noch kein Problem, was sich allerdings schnell ändern kann, wenn zum Beispiel zwei Spiele zur selben Zeit stattfinden. Da die Männer ohne die Spieler aus der Jugend dünn besetzt sind, werden wir in der A-Jugend dann wohl auf ein paar wichtige Spieler verzichten müssen. Dazu hoffe ich allerdings, dass wir trotzdem noch so viele Punkte wie möglich an einem solchen Tag einholen werden.

 

CH: Ihr habt am Wochenende erst Jugend, dann Männer gespielt. Wie groß ist die Umstellung von der A zu den Männern? Wie stellt ihr euch da um in der kurzen Zeit?

MH: Das ist natürlich eine ganz andere Härte und auch eine andere Spielweise, aber wir versuchen, uns mental auf diese Härte einzustellen. Es ist schon ein ganz schöner Sprung von der Jugend zu den Männern, aber wir werden immer wieder versuchen, diesen Sprung zu meistern und erneut unser Bestes geben.

 

 

CH: Ihr seid beides MTV-Eigengewächse, habt ja schon als Kids im Verein Fußball gespielt. Was bedeutet euch der MTV? Was macht den Verein so besonders?

TW: Ja wir haben als Kinder beim Fußball angefangen und bis zur E-Jugend dort gespielt. Damals war noch dein Bruder unser Trainer. Mit dem MTV sind wir groß geworden und vor allem der Handball hat uns nicht nur sportlich sondern auch allgemein geprägt.

MH: Eindeutig die gute Stimmung und die super Atmosphäre im Verein. Wir hatten schon Hochs und Tiefs und sind gerade dabei, wieder durchzustarten. Und das ist auch das, was ein Verein ausmacht... auch in den Tiefs nicht aufzugeben. Der MTV, gerade die Abteilung Handball, ist nicht einfach nur ein Verein sondern auch ein Teil Familie.

 

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für die neue Spielzeit