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Er ist ein Wünsdorfer Eigengewächs, der den großen Schritt wagt. Paul Engel machte 2010 die ersten Meter auf dem Handballfeld in der E-Jugend der Wünsdorfer Wölfe.

Im Sommer 2013 wechselte er auf die Sportschule nach Cottbus und will dort sein Talent weiter fördern. Vom Alter her spielt Paul eigentlich noch C-Jugend, durfte aber in der abgelaufenen Spielzeit auch schon in der B-Jugend spielen, mit der er in der Brandenburgliga Meister wurde.

Seine ehemalige Trainerin Ellen Wendland erinnert sich auch heute noch gut an Paul. "Er war von Anfang an sehr zielstrebig und erfolgsorientiert. Paul hat eine sehr gute Aufnahmefähigkeit und ist im Training ziemlich fleißig. Schon bei uns hat er sich immer an den Größeren orientiert, wie zum Beispiel Lars Baumann. Davon hat er auch profitiert", so Wendland über das MTV-Talent. Sein Lieblingsverein ist der THW Kiel, sein Lieblingsspieler Filip Jicha.

Im Interview mit Conrad Hipp spricht Paul über die Atmosphäre in der Wölfe-Jugend, seine Handballgespräche mit den Kumpels und den Traum, Handballprofi zu werden.

 

paul-in-wueConrad Hipp: Paul, du bist vom MTV auf die Sportschule nach Cottbus gewechselt. Wie gefällt es dir da?

Paul Engel (15): Mir gefällt es gut hier in Cottbus.

 

CH: Logischerweise hast du dort einen ganz anderen Alltag als beim MTV. Wie sieht ein normaler Tag an der Sportschule aus?

PE: Morgens beginnt das Training um 7.15 Uhr und geht bis 8.45 Uhr. Dann haben wir Zeit bis 9.25 Uhr um uns zu duschen und noch was zu essen. Dann haben wir drei Stunden Schule und dann Mittagspause. Danach gibt es noch eine oder zwei Stunden Unterricht. Dann geht´s gleich wieder zum Training und dann ist Abendbrot angesagt.

 

CH: Und ein Spielwochenende?

PE: Am Wochenende habe ich meistens ein Spiel, da muss ich eine Stunde vor Anpfiff in der Halle sein, umziehen und aufwärmen. Dann geht es nochmal in die Kabine um die Aufstellung und sonstiges zu bereden. Das ist nicht viel anders als in Wünsdorf. 

 

CH: Du kommst aus der Wünsdorfer Jugend. Was hast du aus Wünsdorf mitgenommen nach Cottbus?

PE: Aus Wünsdorf habe ich die Freude an diesem Sport mitgenommen, meine Handball-Erfahrung vor der Sportschule und meine Leidenschaft am Handball hab ich aus der Wünsdorfer Zeit.

 

CH: Was denkst du über die Jugendarbeit beim MTV?

PE: Ich finde es gut, dass die Jugendarbeit beim MTV so gut läuft. Vor allem die Atmosphäre im Jugendbereich ist sehr gut.

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CH: Du lebst in Cottbus auch etwas weiter weg von deiner Familie. Wie sehr fehlt dir die Familie dort?

PE: Naja es geht. Am Anfang hat mir meine Familie sehr gefehlt, aber nach einer Weile ging es.

 

CH: Auch dein jüngerer Bruder Tim (13) spielt in Cottbus, aber noch in der D-Jugend. Wie findest du es, dass dein Bruder in deiner Nähe ist?

PE: Das finden wir beide gut, auch wenn wir uns nicht sehr oft sehen. Aber uns reicht es.

 

CH:Wer ist der talentiertere Handballer?

PE: Wir haben beide großes Talent. Ich denke, da gibt es keinen großen Unterschied.

 

CH: Was war damals der ausschlaggebende Grund dafür, dass du dich für Cottbus entschieden hast?

PE: Ein paar Freunde sagten, dass ich mal beim Sichtungstraining mitmachen soll und dann habe ich mich in Cottbus und in Potsdam beworben. Es war eine schwere Wahl, aber bis jetzt bereue ich sie nicht

 

CH: Auch Potsdam hätte dich also gern genommen?

PE: Ja.

 

paul-wurf-buCH: Warum am Ende Cottbus und nicht Potsdam?

PE: Ich bin nach Cottbus gegangen, weil sie mich hier zu erst haben wollten. Außerdem kannte ich hier schon sehr viele.

 

CH: Wie ist der Kontakt zu deinen alten Kollegen und zum MTV heute?

PE: Der Kontakt zu den alten Kollegen ist sehr gut. Wir machen auch öfter mal was zusammen und reden auch viel miteinander.

 

CH: Auch über Handball?

PE: Na klar. Meistens reden wir aber über andere Dinge und nur selten über Handball. Und wenn, dann sprechen wir übers Training oder über Profihandballer aus der Bundesliga.

 

CH: Welche sportlichen Ziele hast du in Cottbus und in deiner Karriere? Wie geht's nach deiner Jugendzeit in Cottbus weiter?

PE: Mein Ziel ist es, soweit wie möglich zu kommen in Cottbus. Vielleicht mache ich hier auch noch mein Abi und Ausbildung.

 

paul-groetzki-buCH: Wie groß ist der Traum vom Handballprofi?

PE: Der Traum ist natürlich sehr groß. Am liebsten würde ich natürlich mal für den THW Kiel spielen, aber da würde mir auch jeder andere Bundesligist reichen. Ich glaub Flensburg oder die Füchse wären auch ganz cool

 

CH: Und wenn es nicht reicht... Gibt eines Traumjob als Alternative?

PE: Dann würde ich vielleicht gerne irgendwas mit Autos machen.

 

 

CH: Kannst du dir vorstellen, nochmal das MTV-Trikot zu tragen?

PE: Ja, ich kann mir es vorstellen, nochmal im MTV Trikot zu spielen.

 

CH: Wann kommst du zurück nach Wünsdorf?

PE: Puh keine Ahnung. Wann ich zurück komme ist echt noch ungewiss.

 

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für deine Zukunft