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Niederlage zum Jahresstart

Stecker nach 40 Minuten gezogen

woelfe in luebbenau

Die Wünsdorfer Wölfe konnten bei ihrem Start ins Jahr 2018 keine Punkte verbuchen. Dabei zeigte das Rudel bei der 23:31-Niederlage bei der TSG Lübbenau II über weite Strecken eine gute Leistung, brach jedoch nach 40 Minuten plötzlich ein, sodass ein Sieg in die Ferne rutschte. Damit rutschen die Wölfe auf Platz 5 ab. Bester Werfer des Spiels wurde Lübbenaus Sebastian Schultz mit 13 Toren. Für die Wölfe erzielte Sven Neuendorf elf Tore.

Im Hinspiel hatten die Wölfe den ersten Sieg nach dem Aufstieg verspielt. Mit 17:17 legten beide Teams die bisher torärmste Partie der laufenden Saison aufs Parkett. Bitter für den MTV: Ein Sieg war locker möglich. Jetzt sollten die Punkte im Rückspiel geholt werden. 

Zunächst kommt der MTV aber nicht ins Spiel. In der 4. Minute macht Julian Moczko das 3:0 und verpasst den Wölfen damit eine kalte Dusche. Lübbenau zeigt eine hohe physische Präsenz, begünstigt durch die Verstärkung einiger Spieler, die aus der ersten Mannschaft dazustoßen. Den Wölfen hilft ein Siebenmetertor von Sven Neuendorf in der fünften Minute, um den Knoten platzen zu lassen. Die Wölfe kommen jetzt besser ins Spiel. In der elften Minute erzielt Ronny Lange das 5:5 und bringt somit die Wölfe nach dem Kaltstart zurück. Schon früh im Spiel drückt Lange dem Spiel seinen Stempel auf, der seine Wurfchancen im Spiel gut nutzen kann und am Ende auf sechs Tore aus dem Feld kommt.

Nach dem Ausgleich geht es hin und her. Lübbenau legt vor, die Wölfe gleichen aus. Nur beim Stand von 10:8 können sich die Hausherren noch einmal auf zwei Tore absetzen, Lange und Neuendorf egalisieren den heimischen Vorsprung (24.). Auf dem Feld gestaltet sich eine ausgeglichene Partie, in der sich die Wölfe gut verkaufen. „Nach dem frühen Rückstand konnte sich die Mannschaft schnell wieder fangen und kam dann gut ins Spiel“, lobte auch Trainer Matthias Wehlmann. 

In der zweiten Hälfte sieht der Wölfe-Coach sogar die erste Führung seines Teams an diesem Tag. Neuendorf stellt durch zwei kurz aufeinander folgende Siebenmeter auf 15:16. „Bis zur 35. Minute haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Die Jungs haben ein tolles Offensivspiel angeboten, die Laufwege haben gepasst, der Ball wurde schnell gespielt. Der freie Mann wurde gesucht. Das sah gut aus“, lobte Wehlmann. Nach der Führung verlieren die Wölfe jedoch völlig den Faden. Durch einen 5:0-Lauf legen die Gastgeber vor, liegen mit 20:16 in Front (40.). Wehlmann: „Als hätte uns jemand den Stecker gezogen. Plötzlich ging nichts mehr.“

Erst ein Treffer von Jan-Eike Albrecht zum 20:17 kann den Lauf der TSG unterbrechen, allerdings zeigen die Wölfe jetzt ein völlig anderes Spiel als zuvor. „Ich weiß noch nicht genau, was da eigentlich passiert“, ist Wehlmann ratlos. Die Wölfe verlieren ihren Spielfluss und Lübbenau nutzt das aus. Fehlpässe oder Einzelaktionen führen zu schnellen Ballverlusten, so dass Lübbenau sich bis zur 52. Minute zu einer 28:20-Führung spielen konnte. Zwischen der 46. und 57. Minuten erzielen die Wölfe lediglich zwei Tore. Zu wenig, um Punkte mitzunehmen. 

Die Wölfe verlieren am Ende mit 23:31 und rutschen auf Platz 5 ab. Die TSG rangiert derzeit auf Rang 3. „Wir haben trotzdem ein gutes Spiel gezeigt. Das Ergebnis finde ich am Ende zu hoch. Wir haben der Mannschaft gut Paroli geboten. Zum Ende haben die klaren Spielzüge gefehlt. Aber trotzdem wird davon die Welt nicht untergehen. Hier kann man verlieren und ich bin trotzdem stolz auf die Jungs“, so Wehlmann.