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Drei Spiele, ein Kurzeinsatz

Tim Becker über seine Rückkehr in die Erste

 Wie zufrieden er mit seinem derzeitigen Stand ist

tbecker

von Conrad Hipp

Seit drei Spielen steht Tim Becker (19) wieder im Kader der ersten Mannschaft. Nach der Meisterschaft in der vergangenen Saison erlebte er den Saisonbeginn in der derzeit sehr erfolgreichen zweiten Mannschaft der Wölfe. „Zu Saisonbeginn war das schwer für mich, da ich in der Vorbereitung nicht meine Leistungen abrufen konnte“, erzählt der Kreisläufer, der auch auf der Außenposition spielen kann.

Deshalb erlebte er den Saisonstart in der Kreisliga, akzeptierte die Entscheidung von Trainer Matthias Wehlmann aber kommentarlos. Stattdessen ackert er seitdem am Comeback, kommt so oft es geht sogar drei Mal die Woche zum Training und gibt in der zweiten Mannschaft sein Bestes. „Es macht auch in der zweiten extrem Spaß“, sagt er. Trotzdem bleibt der Ehrgeiz, wieder zurückzukehren. Vor dem Spiel gegen Rot-Weiß Friedland wurde Becker dann erstmals wieder in den Kader berufen. Wehlmann damals: „Er hat sich das einfach verdient.“ Lob, welches Freude bereitet. Becker: „Es ist schön, dass Matthias das anerkennt, dass ich mich anstrenge, wieder zurückzukommen.“

Die Bilanz seitdem ist aber eher nüchtern. Drei Mal stand Becker im Kader, durfte nur beim HC Spreewald II kurz ran. „Kein Problem“, sagt er, „ich bin wieder dabei und das ist okay für den Moment.“ Bank-Frust? Fehlanzeige! Vor sich hat der Youngser seinen Namensvetter und Routinier Dirk Becker, der mit 40 Jahren immer noch mithalten kann und ein extrem wichtiger Faktor für das Konstrukt der Mannschaft auf dem Feld ist. Auch Justin Rackwitz macht an der Seite des Routiniers große Fortschritte am Kreis und in der Abwehr, steht leistungsmäßig vor Tim Becker. „Ich muss mich eben weiter im Training beweisen, um mehr Spielzeit zu bekommen,“ sagt Becker selbstbewusst. 

Auch beim Drama-Sieg gegen Trebbin war er mit dabei, aber eben nur auf der Bank. „Hey, ich war dabei! Nur weil man nicht auf dem Feld steht und keine Tore machen kann, heißt es nicht, dass man nicht da ist. Ich habe versucht, die Mannschaft von der Bank aus zu unterstützen“, so Becker, der die Nicht-Einwechslung sogar nachvollziehen kann. „Wenn ich reingekommen wäre, hätte es wieder einen minimalen Umbruch in der Spielweise gegeben, der an diesem Tag hätte entscheidend sein können. Die, die da auf dem Feld standen, wussten wie es geht und haben ihre Sache super gemacht“, so seine Analyse. Am kommenden Wochenende will er wieder im Kader stehen, wenn es bei Chemie Guben um die nächsten Punkte geht. „Und selbst wenn ich nicht im Kader stehe, werde ich versuchen, auch zu den Auswärtsspielen mitzufahren und die Mannschaft zu unterstützen“, betont er. 

Die Einstellung stimmt. Und die Spielpraxis sollte darunter wohl auch nicht leiden. Da Becker jünger als 21 ist, hat er ein Doppelspielrecht und darf auch jederzeit in der zweiten Mannschaft spielen. Dort bekommt er seine Spielanteile und läuft keine Gefahr, zum Trainingsweltmeister zu werden. Und mit drei Trainingseinheiten pro Woche winken bestimmt auch bald mehr Verbandsliga-Minuten im Lebenslauf.