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 Rückraumschütze wieder da

Baumann unzufrieden mit Comeback

baumann calau

 

Es war ein besonderer Moment für Lars Baumann. Am vergangenen Samstag klingelte morgens das Handy. Am anderen Ende war Trainer Matthias Wehlmann. Eigentlich war nach dem Abschlusstraining abgesprochen, dass ich noch nicht spiele", erzählt Baumann, der sich seit der Vorbereitung mit einer Schulterverletzung rumplagt. Bereits zum Ende der Meister-Saison fiel er wegen eines Mittelhandbruchs aus, absolvierte seit Februar kein Pflichtspiel mehr. Während der Vorbereitung kamen dann Schulterprobleme dazu, Diagnose: Überlastung der Rotatorenmanschette. Er sollte behutsam wieder aufgebaut werden. Ein Einsatz gegen Calau war eigentlich nicht geplant. Morgens rief Matthias dann an und sagte, ich bin dabei", erinnert sich Baumann.

Weil Jan-Eike Albrecht kurzfristig wegen Fiebers ausfiel, wurde das Comeback von Baumann kurzerhand nach vorn geschoben. Eigentlich sollte er noch geschont werden", erzählt Wehmann, er hatte nach vier Wochen Krankheit und Verletzung erst einmal richtig trainiert." Trotzdem sollte er versuchen, die entstandene Lücke zu füllen. Bereits in der ersten Hälfte kam das Kommando, dass Baumann aufs Feld soll. Ich war etwas überrascht, dass ich spielen durfte. Klar habe ich mich gefreut, wieder mit der Mannschaft unterwegs zu sein, aber dadurch, dass ich so wenig trainiert habe, habe ich nicht viel Einsatzzeit erwartet", so Baumann.

Der Trainer schenkte ihm jedoch das Vertrauen, weil die wenige Trainingszeit einen guten Eindruck machte. Er konnte schmerzfrei werfen, das war das Wichtigste", sagt Wehlmann. Im Spiel selbst konnte Baumann keinen seiner beiden Würfe im Tor unterbringen. Zufrieden war er mit seinem Spiel deshalb nicht. Es lief nicht optimal. Ich hatte an mich selbst aber vielleicht auch etwas zu hohe Erwartungen", sagt Baumann, der an seine guten Leistungen bei seinen bisher letzten Pflichtspielen sofort anknüpfen wollte. Der Rückkehrer: Damit habe ich mich selbst etwas zu sehr unter Druck gesetzt." Den Druck will der Coach ihm vor dem nächsten Spiel nehmen. Wehlmann: Man spürt natürlich den Trainingsrückstand, das ist aber völlig normal. Etwas Zeit braucht das noch, aber ich freue mich, dass Lars wieder auf dem Feld steht." Auch am Samstag gegen Friedland steht er wieder im Kader und wird da den nächsten Schritt Richtung Wunschform machen.