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Wölfe bleiben auch in Schlaubetal ohne Delle

Attraktives Duell um die goldene Ananas
klaus hsg mtv

Nun fehlt den Wünsdorfer Wölfen nur noch ein Sieg zur perfekten Saison. Der bereits feststehende Meister hat auch das letzte Auswärtsspiel der Saison gewonnen. Bei der HSG Schlaubetal sahen die Zuschauer trotz fehlenden sportlichen Wertes der Partie ein attraktives Handballspiel auf beiden Seiten, was der MTV am Ende mit 30:20 für sich entscheiden konnte. Mehr... 

 von Conrad Hipp
Fotos: Lea Michelle Theuer

Die letzte Reise, die der MTV in dieser Saison angetreten ist, ging ins Schlaubetal zur HSG. Ein Spiel ohne sportlichen Wert, denn die Wölfe standen bereits vor der Partie als Meister fest. Die HSG Schlaubetal war unabhängig vom Spielausgang nicht mehr von Platz 3 zu verdrängen, Platz 2 war ebenfalls nicht mehr möglich. So ganz ohne Dampf war die Partie allerdings trotzdem nicht, schließlich gab es ja im September dieses besondere Hinspiel. Am 3. Spieltag kam die HSG zum MTV. Für die HSG war es nach dem 31:23-Sieg in Belzig erst das zweite Spiel der Saison. Schlaubetal gab damals als Saisonziel noch die Meisterschaft und den Aufstieg auf der Homepage an, zerschellte dann aber an der MTV-Abwehr. 23:11 siegten die Wölfe. Ein heftige Niederlage für die Gäste aus Müllrose und ein herber Dämpfer für die Pläne. Elf Tore in nur einem Spiel, das wollte die HSG so nicht stehen lassen.

hsg mtv abwehrUnd genau so sieht auch der Spielbeginn aus. Die Gastgeber brauchen lediglich 80 Sekunden für die ersten beiden Treffer. Der MTV-Abwehr wird sofort klargemacht, dass sie hier nicht auf Partyreise eingeladen sind. Das Spiel hat eine heiße Anfangsphase. Nach fünf Minuten erzielt Erik Klaus das 3:4 für den MTV – Spiel gedreht und bereits sieben Tore in den ersten fünf Minuten. Als Bernt Kratkey nur wenige Sekunden später zum 4:4 trifft, stehen acht Tore auf der Anzeigetafel bei bereits 14 Versuchen – nach nur sechs Minuten! Klar ist: Die Abwehrreihen haben längst nicht die Spannung wie im Hinspiel, aber an Attraktivität spart das Spiel damit nicht.

Als Lucas Vogel zum 8:10 trifft (20.), führen die Wölfe erstmals mit zwei Toren. Die HSG-Bank will den 2:0-Minilauf der Wölfe sofort unterbinden und vermeiden, dass der MTV jetzt wegzieht. Die Auszeit verzögert den Führungsausbau aber nur etwas. Direkt nach der Auszeit wird es spektakulär. Max Hawaleschka trifft von Rechtsaußen den langen Pfosten. Von dort aus springt der Ball an den anderen Pfosten und dann an die Ferse von HSG-Keeper Lars Möbus und von dort ins Tor. Glück für den MTV und Pech für den HSG-Schlussmann, der wie sein Gegenüber Alexander Volz im MTV-Tor eine starke Partie zeigt. Felix Preiss trifft nach 24:30 zum 11:13. Damit hat die HSG nun schon vor der Pause genauso viele Tore wie im gesamten Hinspiel. Und: Schlaubetal ist noch gut im Spiel. Kurz vor der Pause trifft Lukas Seifert zwar zum 16:13 aus Wölfe-Sicht, aber eine besiegelte Niederlage ist das noch lange nicht. In den ersten 30 Minuten genossen die Fans Tempohandball auf beiden Seiten. Zwar agierten die Abwehrreihen zeitweise längst nicht bei 100%, aber es gab viele Tore und noch mehr Chancen. 

Halbzeitstand: HSG Schlaubetal – Wünsdorfer Wölfe 13:16

Das Motto „der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr gewinnt Meisterschaften“ war auch in Hälfte zwei an der Tagesordnung. Um die Meisterschaft ging es schließlich nicht mehr, also wurde der Fokus auf den Angriff gelegt. Es wird weiter voll auf Angriff gestellt. Lange Spielzüge sind Mangelware, nach wenigen Pässen wird der Abschluss gesucht. Allerdings deutlich zu Lasten der Wurfquote. Im Wölfe-Tor fegt jetzt Fabian Kaleun den ein oder anderen Ball aus dem Eck. Auf der Seite des Gastgebers wechseln sich Möbus und Sven Adamzent mit guten Paraden ab. Schon nach 43 Minuten haben die Wölfe in Hälfte zwei genauso viel Fehlwürfe produziert wie im gesamten ersten Abschnitt.

hsg mtv luchmann kurthTrotzdem kann die Führung bis dahin auf fünf Tore ausgebaut werden, Hawaleschka trifft zum 17:22 (44.). Die HSG zieht nun einen letzten Joker, nimmt den Torhüter raus und spielt mit eine zusätzlichen Feldspieler. Eine taktische Maßnahme, die eben auch ein Risiko mit sich bringt. Nach einem Ballgewinn der Wölfe trifft Marius Luchmann von der eigenen Neunmeterlinie ins HSG-Tor zum 18:24 (49.). 

Den Hausherren geht jetzt etwas die Luft aus, die die Wölfe aber noch haben. Lukas Seifert, Rudi Schulz, Vogel per Siebenmeter und Dirk Becker erhöhen auf 18:28 und machen den Vorsprung sogar zweistellig. Seit dem 18:22 legen die Wölfe so einen 6:0-Lauf hin, erhöhen so das Ergebnis. Zehn Treffer Vorsprung, ein dickes Paket für die HSG, was auch nicht den gesamten Spielverlauf detailgetreu widerspiegelt. Über lange Zeit hatte die HSG mit dem MTV gut mithalten können. Becker und Hawaleschka stellen dann noch den Endstand von 20:30 her. Hawaleschka hat sogar noch die Chance, den Vorsprung auf elf zu erhöhen, vergibt aber den letzten Ball. „Der Max ist ein cleverer Junge. Das hat er mit Absicht gemacht, weil das Ergebnis so doch schön aussieht“, scherzte Trainer Ferenc Remes nach der Partie über den Flügelflitzer, der den Fehlwurf gut verkraften kann.

Insgesamt ist die zweite Hälfte auf beiden Seiten kein Torfestival. 7:14 ist der Stand nach Toren für den MTV. Bei den Fehlwürfen ist die Bilanz 18:15 für die Hausherren. 33 Fehlwürfe produzierten beide Teams gemeinsam in Hälfte zwei. In der ersten Hälfte waren es insgesamt nur 19 Fehlwürfe. 

Die Wölfe siegen auch ohne die üblichen schwarz-weißen Trikots und haben nun ein Spiel vor dem Saisonfinale einen Stand von 38:0 Punkten. Die Saison in der Verbandsliga Süd ist damit fast beendet. Einzig die Partie zwischen dem MTV Wünsdorf und dem SC Trebbin steht noch an – alle anderen Teams haben es bereits ins Ziel geschafft. Am 11. Juni beginnt das letzte Saisonspiel der Wölfe samt Ehrungen bereits um 16.00 Uhr in der Paul-Schumann-Halle in Wünsdorf. Dann wollen die Wölfe im heimischen Revier ihre Meisterschaft ausgiebig mit den Fans feiern.

HSG Schlaubetal – Wünsdorfer Wölfe 20:30 (13:16) 

HSG Schlaubetal: Adamzen, Möbus – Kratkey 5, Stekbauer 4, Feickert 3 (1/2), Preiss 3, Hallert 2, Jüterbock, Heine 1, Schmidt, J. Korau, Mendyk (0/1), Stelter, Hötzel
Wünsdorfer Wölfe: Volz, Kaleun – Seifert 7, Vogel 6 (3/5), Hawaleschka 5, Pawlicki 5 (2/3), Schulz 2, D. Becker 2, Klaus 2, Luchmann 1, Kurth, Strube

Schiedsrichter: Matthias Neumann/Tom Neumann
Gelbe Karten: Hallert, Jüterbock, Kratkey, Kaberidis (Trainer) – Pawlicki, Schulz, Klaus
Zeitstrafen: 6:2 (2x Hallert, 2x Kratkey, Preiss, Feickert – D. Becker, Schulz)
Rote Karten: –

Wurfquote
: 20/49 (40,8%) – 30/53 (56,6%)
Siebenmeter:  1/3 (33,3%) – 5/8 (62,5%)

 

 

 

 

 

 

 

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