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Ex-Zweitligatorwart kommt zum MTV

Wölfe mit Keeper-Boost ins Spitzen-Derby

fabian kaleun

Die Wünsdorfer Wölfe stehen vor dem Topspiel in der Verbandsliga Süd gegen Blau-Weiß Dahlewitz. Während Wünsdorf schon von einem „möglichen Endspiel“ spricht, lässt Dahlewitz Ruhe und Gelassenheit walten. Und der MTV packt kurz vor dem Derby noch einen Torwart-Knaller aus. Mehr...

 von Conrad Hipp
Foto: Jörg Everding

Tabellarisch ist es eigentlich das Duell Dritter gegen den Ersten. Allerdings lesen sich Tabellen in Pandemiezeiten etwas anders. Denn: Die erst einmal geschlagegenen Dahlewitzer treffen auf die ungeschlagenen Wölfe. Mit zwei Minuspunkten und null Minuspunkten stellen Dahlewitz und Wünsdorf die Teams, wo für den Rest der Liga nichts zu holen ist. Dahlewitz verlor bisher nur das Hinspiel gegen den MTV mit 19:24. Dahlewitz rangiert auf Rang 3, weil die Blau-Weißen erst sechs Saisonspiele haben, Wünsdorf und der Tabellenzweite Fredersdorf-Vogelsdorf (11:5) haben bereits acht Spiele absolviert.

Zwölf Spiele stehen für die Wölfe noch auf dem Programm, Dahlewitz hat noch 14, wenn die Pandemie es denn erlaubt, den kompletten Spielplan durchzuziehen. Trotzdem könnte es am Sonntag schon eine Art Vorentscheidung geben. Gewinnt der MTV würden die Wölfe mit vier Punkten davoneilen und hätten sich trotz der langen Pause ein Polster angefressen. Trainer Ferenc Remes: „Man könnte schon fast von einem Endspiel reden.“ In Dahlewitz will man das Spiel nicht zu hoch hängen. Trainer Udo Bernhardt: „Wir freuen uns, dass wir wieder spielen dürfen. Wünsdorf hat in der Liga mehr vor als wir.“ In die Suppe spucken wollen die Blau-Weißen den alten Rivalen trotzdem: „Wenn wir das nicht vor hätten, bräuchten wir gar nicht erst anzutreten. Es heißt ja Wettkampf und nicht Spaßspiel. Daher treten wir natürlich an, um zu gewinnen“, so Bernhardt weiter.

Mitten in der Derbyvorbereitung schlagen die Wölfe aber nochmal zu. Mit Fabian Kaleun holt der MTV einen neuen Torhüter. Der 27-jährige Schlussmann kommt aus Hamburg nach Berlin, schließt sich jetzt den Wölfen an. Damit holt der MTV einen echten Hochkaräter für die Box. Kaleun machte zwischen 2014 und 2018 für die HSG Nordhorn-Lingen 78 Spiele in der 2. Handball-Bundesliga. 2018 verließ er den Verein wegen eines Auslandssemesters. Nach seiner Rückkehr spielte er für den SC Alstertal-Langenhorn in der Hamburg-Liga. 2021 das nächste Auslandssemester in Italien. Kaleun: „Durch das Auslandssemester und Corona habe ich zuletzt zwar wenig Handball gespielt, aber ich denke, dass ich nicht viel verlernt habe.“ 

Wie kam der Torhüter auf den MTV? Kaleun: „Rudi Schulz und ich kennen uns aus dem Sportinternat in Schwerin. Dadurch kam der Konktat zustande. Die ersten Trainingseinheiten waren sehr positiv. Die Mannschaft ist hungrig und ambitioniert. Das passt.“ Schon am Sonntag soll er gegen Dahlewitz zum MTV-Kader gehören. Kaleun: „Ich bin längst noch nicht bei 100 Prozent, aber ich will dem Verein trotzdem sofort helfen.“

Die Wölfe gehen also mit einem Torwart-Booster ins Spitzenspiel gegen Dahlewitz. Remes ist optimistisch: „Wir müssen wieder aus einer stabilen Abwehr heraus kommen. Damit konnten wir Dahlewitz bereits im Hinspiel fordern. Ich denke, es wird erneut ein sehr starkes Handballspiel zwischen zwei richtig guten Teams. Die Vorfreude ist riesig.“ 

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