Saisonspiele 2020/21

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Wieder keine 20 Gegentore
Wölfe-Siegesserie geht weiter

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Die Wünsdorfer Wölfe bleiben in der Verbandsliga Süd weiterhin verlustpunktfrei. Gegen die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf II siegten die Wölfe nach einer sehr starken ersten Halbzeit in Summe mit 34:17. Nach einem Halbzeitstand von 20:5 konnte der MTV in der zweiten Hälfte sogar etwas runterschalten. Mehr...

von Conrad Hipp
Fotos: Julia Ehmig

Nach der langen Corona-Pause fanden sich zwei neue Teams auf der Landkarte der Verbandsliga Süd. Die zweiten Mannschaften des HSV Wildau und der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf rückten in die Liga, füllten die Staffel so auf zwölf Teams auf. Jetzt kam der erste Neuling ins Wolfsrevier, hatte aber einen alten Bekannten dabei. Ex-Wolf Tim Heckmann spielt mittlerweile für Teltow, kehrte jetzt nach Wünsdorf zurück.

Die Voraussetzungen waren auf dem Zettel klar: Nach sechs Siegen in sechs Spielen ging der MTV als Favorit ins Spiel gegen Teltow, das erst einen Sieg und ein Remis aus sechs Spielen holen konnte. Das Bild auf dem Papier zeigt sich nicht immer auch auf dem Platz – in diesem Fall war es aber so.

Nach 60 Sekunden eröffnet Lukas Seifert das Spiel, macht das 1:0 für die Wölfe. Dann gibt’s den ersten Ruf von der Wölfe-Bank: „Ok Jungs, jetzt beginnt das Spiel“, ruft Trainer Ferenc Remes und erwartet sofort eine aufmerksame Abwehr. Zwar kassieren die Wölfe noch das 1:1, danach ist aber erst einmal der Laden dicht. Die Wölfe zeigen erneut eine gute Abwehr, halten die Gäste so weit weg vom Tor und lassen wenig gute Wurfchancen zu.

Die Würfe, die Teltow noch kreieren konnte, landen neben dem Tor oder an den Körperteilen von Torwart Alexander Volz. Und dann geht’s flink. Langer Ball von Volz und Konter. Nach sechs Minuten steht es 4:1 für die Wölfe, der MTV-Keeper hat drei der vier Wölfe-Treffer mit einem langen Pass vorbereitet.

mtv teltow volzDurch die druckvolle Abwehr und ein sehr effektives Angriffsspiel ist die Spannung früh raus. Nach 13 Minuten trifft Jakub Pawlicki zum 10:2, das Ergebnis jetzt schon deutlich. Trainer Remes sieht die Früchte aus einem guten Training. Der Coach: „Die Mannschaft hat unter der Woche sehr gut trainiert und hart gearbeitet.“ Auch die Spieler berichten nach dem Spiel von den schweren, aber effektiven Einheiten. Teltows Heckmann: „Eigentlich standen wir in der Abwehr recht solide, wenn wir den MTV denn in Positionsangriffe bekamen.“ Das war aber oft nicht der Fall, denn Teltow fing sich viele Konter ein. „Im Angriff hatten wir nur selten ein Mittel gegen eine starke Abwehr und die Ideenlosigkeit wurde konsequent durch schnelle Gegenstöße ausgenutzt“, so Heckmann weiter.

Nach 18 Minuten macht Max Hawaleschka den Vorsprung erstmals zweistellig, trifft mit seinem sechsten Treffer des Tages zum 14:4. Dann knallt es in der Abwehr vom MTV. Volz wird bei einem Wurfversuch vom Kreis im Gesicht getroffen. Der Siebeneterpfiff ertönt. Volz' Sportbrille fliegt ihm aus dem Gesicht. Doch der Torhüter ist beinhart. Nach einer kurzen Schüttelpause bleibt er im Tor, hält den Siebenmeter mit einer krachenden Parade. Eine von 12 Paraden in der ersten Hälfte – dazu kommen sechs Torvorbereitungen bis zum Seitenwechsel. Auch Flügelflitzer Hawaleschka hat kurz vor der Pause noch Bock, ist nach einem Fehlwurf der Gäste erneut am schnellsten vorn, macht mit der Schlusssirene noch das 20:5. Die Wölfe beenden so eine wahnsinnig effektive erste Hälfte mit einer starken Wurfquote von 80 Prozent.

Halbzeitstand: Wünsdorfer Wölfe – HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf II 20:5

In der Kabine hatten sich die Wölfe nicht viel zu sagen. Schon nach wenigen Minuten war die Mannschaft zurück auf dem Parkett, bereit für die zweite Hälfte. Nach dem Feuerwerk in der zweiten Hälfte stellen die Wölfe etwas um, rotieren viel und nehmen etwas Geschwindigkeit aus der Partie. Auch Teltow ist nun besser im Spiel. Heckmann: „Wir haben uns in der Pause etwas besinnt und hatten jetzt mehr Struktur im Spiel“. Die Wölfe haben dabei das Spiel dennoch zu jeder Zeit im Griff und die Option, immer wieder das Tempo anzuziehen – und ein schönes Heim-Comeback zu bereiten.

mtv teltow rackwitz52. Minute: Justin Rackwitz bekommt seine Spielzeit vor eigenem Publikum. Lange hatte Rackwitz wegen einer Knieverletzung aussetzen müssen. Eine Woche zuvor beim Auswärtssieg in Lübbenau war er bereits zurück – jetzt folgte sein Heim-Comeback. Nach nur wenigen Sekunden kriegt Rackwitz auch direkt seinen ersten Treffer aufgelegt, muss aber wegen seiner ersten Abwehraktion nach seinem Treffer gleich für zwei Minuten runter. Mit einem Grinsen verlässt er das Feld, voller Freude, wieder zurück auf dem Feld zu sein.

Am Ende steht ein 31:14 auf dem Zettel, die Wölfe hüpfen wieder mit „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey hey“-Gesängen durch die Halle. Trainer Remes lobt: „Diesen Sieg hat die Mannschaft sich schon unter der Woche im Training geholt. Großer Respekt.“

Die Wölfe gehen somit ungeschlagen und mit null Minuspunkten ins Stadtderby. Am 14. November reisen die Wölfe nach Mittenwalde zum Duell mit der SG Schöneiche. Die SGS tritt am Samstag beim SC Trebbin an, die Wölfe haben spielfrei. In der Zeit will der MTV die Stimmung hoch halten und das Training intensiv. Remes: „Wichtig ist, dass wir jetzt fokussiert bleiben. Wir müssen weiter arbeiten, um weiter erfolgreich zu sein. Wir haben keinen Grund, um abzuheben.“

Wünsdorfer Wölfe – HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf II 31:14 (20:5)

Wünsdorfer Wölfe: Volz, Hirsing – Hawaleschka 8, Pawlicki 7 (3/3), Vogel 4, Seifert 4 (1/2), Wendland 3, Klaus 2, Vikhrov 2, Rackwitz 1, Gröpler, Schulz, Luchmann, N. Seegebrecht
Teltow/Ruhlsdorf II: Tober, Schneider – Bartels 5 (1/2), Scherfenberg 3, Langner 3 (2/3), König 1, Heckmann 1 (0/1), Kaiser 1, Schmidt, Krönke, Lescau, Westphal
Schiedsrichter: Steffen Kaußmann / Kai Argewalt: Hatten in einem fairen Spiel keine großen Probleme, leiteten die Partie komplett seriös und ohne große Aufreger


Gelbe Karten: Schulz, Seifert – König
Zeitstrafen: 3:3 (Luchmann, Klaus, Rackwitz – 2x Schmidt, Scherfenberg)
Rote Karten:
Siebenmeter: 4/5 – 3/6

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