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Starker Wille, zu hohe Fehlerquote

Wölfe vergeben Heimsieg gegen Guben

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Die Wünsdorfer Wölfe haben ihr Heimspiel gegen Chemie Guben verloren. Die Wölfe zeigten dabei gegen den neuen Tabellenzweiten eine starke Mannschaftsleistung und brachten auch den nötigen Willen an den Tag, aber leider auch wieder eine zu hohe Fehlerquote die am Ende die Punkte kostete. Mehr...

Wünsdorf gegen Guben – in den vergangenen Duellen glänzte das Spiel von hochkarätigem Handball und spannenden Spielverläufen. In dieser Saison war erstmals nach dem Wünsdorfer Wiederaufstieg eine Lücke in der Tabelle zwischen beiden Teams entstanden. Dem bekannten Spielverlauf tat das allerdings keinen Abbruch. Die Wölfe mussten auf die verletzten Dirk Becker und Tim Wendland verzichten, traten aber dennoch mit einem vollen Kader an.

Und es begann, wie ein Duell zwischen Wünsdorf und Guben eben beginnt. Nach gut 40 Sekunden trifft Lars Baumann zum 1:0, keine 15 Sekunden später klingelt es in der Wölfe-Kiste zum Ausgleich. Nach zehn Minuten schafft es Guben, seine Favoritenrolle erstmals zu unterschtreichen. Durch einige gute Aktionen aus dem Rückraum stellen die Chemiker auf 4:6, wenige Minuten später auf 5:8. Dann kassieren die Wölfe einen weiteren Rückschlag. Nach einer unglücklichen Abwehraktion wird Justin Rackwitz mit einer Roten Karten bestraft, muss den Rest des Spiels von der Tribüne aus verfolgen. Bitter für die Wölfe, denn mit Rackwitz fehlt ein wichtiger Baustein in der Abwehr.

bank mtv gubenAber die Einstellung bei den Wölfen stimmt im ersten Heimspiel des neuen Jahres. Denn trotz Rückstandes und frühem, Feldverweis arbeiten sich die Wölfe ins Spiel, schaffen durch Nils Seegebrecht den Ausgleich (13:13/28.) und wenig später sogar die Führung durch Paul Gröpler (14:13/29.). Mit dem psychologischen Vorteil gehen dennoch die Gubener in die Kabine. Dan Klein schafft in der Schlussphase durch einen Doppelpack noch die Guben-Führung. Das Spiel passt voll in die Reihe der anderen Begegnungen. Vollgashandball auf beiden Seiten, Spannung und dazu 29 Tore in 30 Minuten.

Halbzeitstand: Wünsdorfer Wölfe – Chemie Guben 14:15

Auch in Hälfte zwei spielen beide Mannschaften schönen Offensivhandball. Die Wölfe jedoch knabbern konsequent am knappen Rückstand, können diesen aber nicht aufholen. Trainer Matthias Wehlmann analysiert: „Wir spielen einen richtig tollen Handball. Die Mannschaft hat den Willen und die richtige Einstellung und dann passieren immer wieder diese kleinen technischen Fehler.“ Was er meint: Immer leisten sich die Wölfe Ungenauigkeiten beim letzten Pass. Bälle werden ungenau gespielt oder technisch nicht sauber verarbeitet. Einzelaktionen, die in Summe einfach zu häufig passieren. 

tbecker mtv gubenGuben schafft es so, sich zwischenzeitlich auf drei Tore abzusetzen. Als Normen Ermling auf 17:20 stellt (39.), gibt der MTV Guben die Chance, den Sack zuzumachen. Doch weiter als vier Tore (20:24/45.) lassen die Wölfe die Gäste nicht ziehen. Einige gute Abwehraktionen bringen die offensivstarken Gubener dann eben doch zu ein paar Fehlwürfen. Die Wölfe zeigen sich in dieser Phase offensiv konsequent, schaffen durch Tore von Sven Neuendorf, Gröpler, Egor Vikhrov und Max Hawaleschka nochmal den Anschluss. 24:25 bei noch zehn verbliebenen Spielminuten. Hawaleschka trifft zum 26:26 (53.) – es ist eigentlich wie immer zwischen Wünsdorf und Guben. Ein extrem spannendes Spiel mit vielen Toren. 

Die Schlussminuten: Seegebrecht trifft zum 27:28-Anschluss. Zusätzlich muss Markolf Janeck noch für zwei Minuten auf die Bank. Überzahl Wünsdorf, die der MTV aber nicht vollends nutzen kann. Neuendorf vergibt an der Siebenmeterlinie die Chance zum 28:28, Robin Ewersbach stellt auf der anderen Seite stattdessen auf 27:29. Den Wölfen gelingt noch einmal der Anschluss, aber das ständige Hinterherlaufen hat Kraft gekostet. Guben zieht jetzt hinten noch einmal an, lassen die Wölfe nicht mehr zu einem gelungenen Torabschluss kommen. Stattdessen bauen sie den Vorsprung aus, gewinnen am Ende mit zwei Toren Vorsprung zu viel. Die Wölfe stehen am Ende trotz einer kämpferisch guten Leistung erneut ohne Punkte da.

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Lars Baumann fehlte in Lübbenau, weil er im Urlaub war. Pünktlich zum Spiel gegen Guben war er aber wieder da. Erst wenige Stunden zuvor war er in der Heimat angekommen, drückte dem Spiel aber sofort seinen Stempel auf. Er eröffnete mit seinem Blitz-Tor zum 1:0 das Spiel, übernahm auch so immer wieder Verantwortung, setzte immer wieder Akzente. Baumann zeigte sich nicht nur im Abschluss sicher (Wurfquote: 71,4%), sondern brachte seine Nebenmänner auch immer wieder mit guten Pässen stark ins Spiel.

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Wünsdorfer Wölfe – Chemie Guben 28:32 (14:15)

Wünsdorfer Wölfe: Barsch, Hirsing – Baumann 5, N. Seegebrecht 5 (1/2), Gröpler 5 (2/3), Hawaleschka 4, Neuendorf 4 (1/2), Zühl 2, Vikhrov 1, Kuschel 1, T. Becker 1, Worch, Benz, Rackwitz

Chemie Guben: Horbynko, Hady, Müller – Klein 9, Rietschel 8 (1/2), Ermling 4, Robin Ewersbach 4, Nagel 3, Kalz 2 (0/1), Ronny Ewersbach 1, Janeck 1, Burtchen

Schiedsrichter: Chris Güttler / Pierre Laurentzsch

Gelbe Karten: Zühl, T. Becker, Baumann  – Robin Ewersbach, Ermling, Klein
Zeitstrafen: 2:3 (2x T. Becker – Nagel, Rietschel, Janeck)
Rote Karten: Justin Rackwitz (Wünsdorfer Wölfe/15. wegen grobem Foulspiel)
Blaue Karten:

Siebenmeter: 4/7 (57,1%) – 1/3 (33,3%)
Wurfquote: 28/42 (66,67%) – 32/57 (56,14%)

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