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Kuriose Frisur zum Saison-Finale

Becker erklärt seinen Palmen-Zopf

becker palme

Bei der Erwärmung des letzten Saisonspiels zwischen den Wölfen und der HSG Schlaubetal war fast alles wie gewohnt im Rudel. Außer die Frisur von Dirk Becker. Er lief mit einem Palmen-Zopf über der Stirn auf. Zunächst konnte man an einen Spaß denken, doch Becker machte ernst: Er spielte das gesamte Spielt mit seiner kuriosen Frisur. Aber warum? Mehr...

Der Grund liegt in der Mannschaft. Dort wurde der Routinier immer wieder aufgezogen, weil seine Haare immer länger wurden. Seit anderthalb Jahren lässt er seine Mähne wachsen. Becker: „Nils (Seegebrecht) wollte dann immer wissen, wann ich denn endlich mal zum Friseur gehe.“ Die Antwort war immer die gleiche: „Ich lasse meine Haare lang wachsen um am letzten Saisonspiel mit Zopf aufzulaufen.“

Das Gelächter in der Mannschaft war groß – und die Haare wuchsen weiter. Becker scherzt: „Voller Neid drohte mir Nils immer wieder mir die Haare eines Tages mit Gewalt zu rasieren. Ich kann ja nichts dafür, dass bei ihm kaum noch was wächst, obwohl er noch in den Zwanzigern ist!“

Als Scherz verstanden die Mitspieler auch die Zopf-Ansage. Allerdings wollten sie ihren Oldie so leicht dann doch nicht davonkommen lassen. Also waren die Haare natürlich auch beim Abschlusstraining vor dem letzten Saisonspiel ein Thema. Becker: „Einige Spieler erinnerten mich an mein Vorhaben. Justin (Rackwitz) wettete sogar eine Kiste darauf, dass ich das nicht machen werde.“ Eine Wette, bei der Becker gar nicht lang überlegte. „Ich hatte noch nie bei einer Wette so schnell eingeschlagen.“ Damit aber noch nicht genug. In der Kabine bot Erik Klaus die gleiche Wette an, die Becker natürlich wieder annahm. 

Und da alle guten Dinge drei sind, wollte er auch Nils Seegebrecht noch von einer Wette überzeugen. Seegebrecht: „Ich habe gesagt, ich wette nicht, weil er das auf jeden Fall machen wird. Dafür weiß ich, dass er viel zu verrückt ist.“ Doch bei einer Verfeinerung der Aktion hätte sich Seegebrecht auf einen Handschlag eingelassen: „Wenn er sich den Zopf noch in irgendeiner Farbe gefärbt hätte. Aber auch das hätte ich ihm zugetraut.“

So mussten zwei Wetten eben reichen. Becker lief tatsächlich mit Zopf auf. Und die Reaktionen? „Meine Familie hat nur mit dem Kopf geschüttelt, aber kennen mich ja mittlerer weile gut genug“, lacht er. Besonders seine Kinder fanden die Aktion peinlich, versuchten noch kurz vor dem Spiel, ihren Papa zum Umdenken zu überreden. 

Und den Zopfgummi? Den hat er von seiner großen Tochter. Becker: „Es war ein Gummiband mit Sternchen.“ Ein Gummiband, was ihm zwei Kisten Bier und ein paar unvergessliche Fotos fürs Familienalbum bescherten.