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Erste personelle Veränderung bei den Wölfen

Neuendorf verkündet Handball-Pause
neuendorf abschied

Sven Neuendorf wird in der kommenden Saison nicht für die Wünsdorfer Wölfe auf Torejagd gehen. Der Rückraumschütze des MTV wird eine Auszeit vom Handball nehmen. Am vergangenen Samstag verkündete er sein vorläufiges Ende seiner aktiven Karriere. Seine Zeit beim MTV ist für aber noch lange nicht vorbei. Mehr...

Nach dem fulminanten 32:28-Sieg der Wölfe über die HSG Schlaubetal war die Stimmung in der Paul-Schumann-Halle voll auf Party und gute Laune gestimmt. Wer hätte nach den vergangenen Wochen mit so einem Saison-Finale gerechnet? Aber mitten im gut gelaunten Rudel hatte auch einer mit den Tränen zu kämpfen. Als Sven Neuendorf zum Mikrofon griff, verkündete er, dass dies sein letztes Spiel für die Wölfe gewesen sein wird. Neuendorf wird eine Pause vom aktiven Handball machen – und zwar aus guten Gründen.

Zum einen will sich Neuendorf beruflich umorientieren, ein Jobwechsel steht bevor. Dazu hatte er in dieser Saison erneut mit einer Knieverletzung zu kämpfen. „Auf diese beiden Dinge möchte in Zukunft meinen Fokus legen“, erklärt er. Getroffen hat er die Entscheidung etwa vor vier Wochen. Neuendorf: „Der Moment am Samstag war für mich sehr schwer. Ich hatte mit den Tränen zu kämpfen. Handball ist mein Leben und dieses Hobby aufgeben zu müssen, fällt jedem schwer, der so lange gespielt hat.“ In seinem letzten Spiel für die Wölfe, warf er nochmal alles rein. Seine Bilanz: Fünf Tore, davon drei Siebenmeter, Wurfquote 100%. Dazu lieferte er auch seinen Kollegen ein paar sehenswerte Anspiele. Neuendorf: „Mein letztes Spiel fand ich ganz gut. Das wir aber als Mannschaft so ein tolles Spiel hingelegt haben, macht mich super stolz. Es hat an diesem Tag alles zusammengepasst.“

neuendorf wehlmannEin erfolgreiches Abschiedsspiel also. Obwohl Neuendorf von Abschied eigentlich nichts wissen will. Denn: Dem Verein bleibt er auf jeden Fall erhalten. „Ich bleibe Wünsdorf treu“, betont er. Seine Arbeit als Vereinspräsident und als Co-Trainer der Frauen will er auch in der kommenden Saison weiter fortsetzen. Wobei er mit der Frauenmannschaft noch nicht an die Sommerpause denkt. Am kommenden Samstag will das Team zum vierten Mal in Folge den Kreispokal gewinnen (Turnierbeginn: 10 Uhr in Dahlewitz). Dort wird Neuendorf das Team natürlich wieder unterstützen.

Und danach? „Ich werde mich auf jeden Fall nochmal am Knie operieren lassen. Allerdings weiß ich dazu noch keine Einzelheiten. Weder wann, noch was genau gemacht werden muss“, sagt er. Eine Untersuchung soll erst am Ende des Jahres stattfinden. Vorher steht der Job im Vordergrund. Und er verspricht: „Ich werde auch in der nächsten Saison die Spiele der 1. Männermannschaft verfolgen und so oft wie möglich in die Halle kommen.“

Und vielleicht fangen dann die Finger auch wieder an zu jucken. Zumindest will er bisher nur von einer Auszeit sprechen und das Wort Karriereende noch nicht in den Mund nehmen. „Vielleicht kann ich in zwei bis drei Jahren mal über ein Comeback nachdenken“, sagt Neuendorf. „Aber solange mein Knie nicht wieder bei 100% ist, kehre ich nicht auf die Platte zurück.“ Lange genug hat er sich mit seinem ohnehin schon lädierten Knie übers Feld gequält. Das soll nun zunächst einmal nicht mehr der Fall sein. Dennoch will er die Comeback-Gedanken nicht ganz soweit nach hinten kramen: „Nie wieder Handball zu spielen, kann ich mir persönlich eigentlich nicht vorstellen. Aber erst einmal muss ich alles andere überstehen.“ Und dann haben die Wölfe sicherlich noch ein Trikot über...