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Heimsieg gegen Luckenwalde

Kein Ärger dank stabiler Abwehr

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Die Wünsdorfer Wölfe haben in der Schlussphase der Saison einen sicheren Sieg gegen die HV Luckenwalde 09 eingefahren. Nach dem es im Hinspiel viel Ärger und eine Niederlage gab, zeigte der MTV im Rückspiel eine seriöse Vorstellung und ließ zu keiner Zeit den Sieg anbrennen. Beim 28:20-Sieg überzeugte das Team vor allem auch defensiv wieder. Mehr...

von Conrad Hipp
Fotos: Julia Ehmig / Victoria Becker

Die Form der Wölfe ist derzeit kaum vorhersehbar. Nach dem überzeugenden 33:23-Heimsieg gegen den HC Spreewald II krachten die Wölfe bei der 30:31-Niederlage in Belzig wieder schnell auf den Boden. Dabei war vor allem eine über lange Zeit schwache Defensive ein Grund für die unnötige Pleite. Gegen Luckenwalde sollte nun wieder Angriff UND Abwehr funktionieren - und das gleich von Beginn an.

baumann mtv luwaBereits früh im Spiel sind die Wölfe in der Offensive fokussiert, aber auch defensiv stabil. Das macht es auch Torhüter Carlo Hirsing, der in Belzig lange Zeit im Stich gelassen wurde, einfacher, ins Spiel zu kommen. Schon nach zwei Minuten kann er so seinen Ball ins lange Eck mit einem langen Fuß sehenswert parieren. Der lange Pass landet bei Max Hawaleschka - 1:0 für die Wölfe. Aber so leicht sollte es dann doch nicht werden. Auch wenn die Tabellensituation (Luckenwalde konnt erst zwei Spiele gewinnen) theoretische Klarheit bringt, haben die Wölfe einen vollends motivierten Gegner vor der Brust. Luckenwalde ist wach und will gegen den MTV unbedingt gewinnen. "Luckenwalde war in der ersten Hälfte ein ebenbürtiger Gegner", erkennt auch Trainer Matthias Wehlmann an. 

Auch wenn die Wölfe sich immer wieder auf drei Tore abestzen können (5:2/7. und 9:6/22.), Luckenwalde bleibt zunächst in Schlagdistanz, hält den Spielstand stets knapp (5:5/11.). Auch kurz vor der Pause hat Luckenwalde die Chance, zu verkürzen. Beim Stand von 13:10 stellt die HV aber nicht auf 13:11, sondern verliert den Ball. Paul Gröpler schaltet am schnellsten, bedient Tim Wendland beim Konter und die Wölfe gehen anstatt mit zwei Toren dann eben mit vier Treffern in die Pause.

Halbzeitstand: Wünsdorfer Wölfe - HV Luckenwalde 09 14:10

klaus mtv luwaAuch in der zweiten Hälfte bleibt der MTV im Spiel fokussiert. In der Abwehr steht das Team weiterhin kompakt, zwingt Luckenwalde immer wieder zu schwierigen Würfen. Offensiv hingegen zeigt sich das Rudel mit der Flexibilität, die es in den vergangenen Wochen immer wieder vermissen ließ. Mal über den Rückraum, mal über die Außen. Lobenswert: Die Außenspieler hatte im Hinspiel einige Probleme, gegen die HV-Keeper die richtigen Mittel zu finden. Nun haben die Flügelflitzer ihre Rezepte und zeigen gute Würfe trotzen spitzen Winkels. So kann Wendland mit einem Doppelschlag von 16:12 auf 18:12 stellen, die Wölfe enteilen so erstmals auf sechs Tore.

Die Präzision lässt aber keineswegs nach. Hawaleschka bedient Egor Vikhrov nach einem Ballgewinn exzellent. Der erzielt das 22:14 und drückt den Vorsprung sogar auf acht Tore. Schön zu sehen ist dabei, dass die Wölfe füreinander einstehen. Hawaleschka, der in dieser Szene auch die Freiheit hatte, den Konter selbst zu laufen, bedient uneigennützig den besser postierten Vikhrov. Auffällig: Die Wölfe glänzen in der zweiten Hälfte mit einer starken Wurfquote von 73,6%, leisten sich nur fünf Fehlwürfe.

hawaleschka mtv luwaLuckenwalde gibt sich in der Folge doch geschlagen, spürt, dass sie an diesem Tag dem Auftritt der Wölfe nicht gewachsen sind. Bitter: 21 Sekunden vor dem Ende kassiert der MTV noch das 20. Tor. "Schade eigentlich. 19 Gegentore wäre natürlich toll gewesen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau", sagt Co-Trainer Elmar Klotz-Urbaniak, der wieder als Notfall-Torhüter auf der Bank saß. Der trat aber an diesem Tag nicht ein, denn Abwehr und Torhüter harmonierten gut miteinander. Drei Kurzauftritte hatte Klotz-Urbaniak dennoch. Für drei Siebenmeter betrat er gegen das viertstärkste Siebenmeterteam des Liga das Feld. Zwei von ihnen entschärfte er mit starken Paraden.

Durch den 28:20-Erfolg klettern die Wölfe in der Tabelle auf Platz 6. Durch die 33:35-Niederlage von Blau-Weiß Dahlewitz gegen Grün-Weiß Finsterwalde übernehmen die Wölfe somit wieder das Kommando unter den Staffelteams aus Teltow-Fläming.

Wünsdorfer Wölfe - HV Luckenwalde 09 28:20 (14:10)

Wünsdorfer Wölfe: Hirsing, Klotz-Urbaniak - Baumann 6, Wendland 5, Hawaleschka 4, N. Seegebrecht 4 (3/4), Vikhrov 2, Gröpler 2, Neuendorf 2 (0/1), D. Becker 2 Klaus 1, J. Rackwitz, T. Becker
HV Luckenwalde 09: S. Kühne, Rehberg - Junge 7, Stelter 4 (0/1), Bolz 3 (2/3), Th. Eyssen 2, P. Eyssen 1, Thiele 1 (1/1), Hellmeier 1, Schulz 1, Ljunggren (0/1), Langenickel, Schamott
Schiedsrichter: Mario Nawin / Fred Schirrmann - hatten in einer fairen Partie wenig schwierige Entscheidungen zu treffen und leiteten das Spiel unauffällig und seriös von Anfang bis Ende

Gelbe Karten: J. Rackwitz, Klaus, D. Becker - Bolz, Hellmeier, Schulz
Zeitstrafen: 
6:2 (2x J. Rackwitz, Hawaleschka, Neuendorf, T. Becker, N. Seegebrecht - 2x Schulz)
Rote Karten: -
Blaue Karten: -

Siebenmeter: 3/5 (60%) - 3/6 (50%)
Wurfquote: 28/44 (63,63%) - 20/43 (46,5%)

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