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HVB-Pokal-Viertelfinale

OHC eine Nummer zu groß

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Die Wünsdorfer Wölfe sind im Viertelfinale des HVB-Pokals ausgeschieden. Beim Heimturnier in der Paul-Schumann-Halle unterlagen die Wölfe einem qualitativ starken Team des Oranienburger HC II, der später auch das Ticket für die nächste Runde lösen konnte. Im zweiten Spiel des Tages gelang den Wölfen gegen den Ludwigsfelder HC aber noch ein überzeugender Sieg. Mehr...

von Conrad Hipp
Fotos: Victoria Becker / Julia Ehmig

Auf die Wölfe wartete ein stark besetztes Pokal-Turnier. Mit dem Oranienburger HC II hatte der MTV im Halbfinale des Turniers einen Gegner, der ebenfalls in der Verbandsliga spielt. Als ungeschlagener Tabellenführer der Nordstaffel kam der OHC aber mit keiner anderen Erwartung an, als hier weiterzukommen. Dabei war der MTV nicht die einzige Hürde. Ein zweiter Gegner musste besiegt werden. Das sollte entweder der SV Jahn Bad Freienwalde aus der Brandenburgliga oder der Ludwigsfelder HC aus der Ostsee-Spree-Liga sein. Dennoch: Der OHC wollte in die nächste Runde.

Genau so beginnt auch das Spiel gegen die Wölfe. Nach sieben Minuten liegt der OHC bereits mit 4:0 in Front. Mit viel offensivem Druck und einer immensen Intensität machen es die Gäste den Wölfen schwer, ins Spiel zu finden. Nach der ersten Welle der Gäste sind die Hausherren dann aber wach und nehmen das Spiel an. Nach dem Max Hawaleschka nach achteinhalb Minuten das erste MTV-Tor erzielt, kommen die Wölfe nun besser ins Spiel. Auch, weil Torhüter Carlo Hirsing von den kommenden 12 OHC-Würfen satte sieben parieren kann. So futtern sich die Wölfe wieder heran, erzielen durch Tim Wendland das 7:9 kurz vor der Pause. Das Pausenklingeln hätte nicht deutlicher sein können. Lars Baumann lässt einen Strahl aus dem Rückraum los. Mit der Sirene fällt das 8:9 – Partie völlig offen.

Fotogalerie: Wünsdorfer Wölfe – Oranienburger HC II 13:21

Auch im zweiten Abschnitt machen die Wölfe gut mit, aber insgesamt ist der OHC an diesem Tag eine Nummer zu groß. Voll fokussiert aufs Weiterkommen agieren die Nordberliner mit einer Präzision und Flexibilität im Angriff, die es den Wölfen schwer macht, mitzuhalten. So kann Oranienburg sich Tor um Tor ein Polster anfressen um an Ende sicher als Sieger vom Platz zu gehen. Für die Wölfe war es dennoch eine gute Möglichkeit, sich auf hohem Niveau zu messen.

LHC schickt zweite Mannschaft ins Rennen

Aus dem anschließenden Duell zwischen der Brandenburgliga und der Ostsee-Spree-Liga wurde dann nichts. Der SV Jahn Bad Freienwalde bekam es auf dem Papier zwar mit der ersten Mannschaft des Ludwigsfelder HC zu tun, allerdings rückte personell die zweite Mannschaft an. Die erste Vertretung hatte unter anderem mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen und von daher nur geringes Interesse an der nächsten Runde.

So hatte der ambitionierte Brandenburgligist aus Bad Freienwalde gegen die Landesliga-Vertretung eine deutlich einfachere Aufgabe, die sie am Ende mit 29:15 bewältigte. Es kam also im Duell ums Weiterkommen zum Spiel zwischen Bad Freienwalde und Oranienburg II. 

In dieser Partie mussten sich die Zuschauer nach einigen Minuten erst einmal sortieren und fragen, wer hier eigentlich der unterklassige Gegner ist, denn der OHC legte im Finale los wie die Feuerwehr, ging zwischenzeitlich sogar mit 9:1 in Führung. Bad Freienwaldes Trainer Daniel Untermann traute seinen Augen nicht, haderte mit den Schiedsrichtern, vor allem aber mit seiner eigenen Mannschaft. Diese hatte als höherklassiger Gegner dem Verbandsligisten überhaupt nichts entgegenzusetzen, ging am Ende mit 28:19 unter.

MTV mit Versuchsreihe gegen den LHC

Vor dem Duell zwischen Bad Freienwalde und dem OHC mussten die Wölfe aber noch einmal ran. Das Duell mit dem Ludwigsfelder HC war sportlich unbedeutend, denn es ging lediglich um Platz drei des heutigen Tages. Dieser würde zur Teilnahme am Halbfinale berechtigen, sollten Oranienburg die Teilnahme am Turnier absagen und Bad Freienwalde als Nachrücke ebenfalls. Dennoch musste gespielt werden und Trainer Matthias Wehlmann nutzt das Spiel um einige Positionen umzugestalten. 

Rückraumspieler Ronny Lange wurde wegen Schulterproblemen geschont und sammelte von der Tribüne aus Erkenntnisse. Die Wölfe spielten trotz der sportlichen Unbedeutsamkeit dieser Partie dieses Match seriös runter, zeigten den Zuschauern ein paar schöne Kombinationen und konnten an ihrem Umschaltspiel arbeiten. Immerwieder gelangen Konter, die umgesetzt werden konnten. Das bringt für die kommenden Aufgaben vielleicht wieder etwas Sicherheit, denn in der Liga gingen zuletzt viele freie Würfe daneben.

Fotogalerie: Wünsdorfer Wölfe – Ludwigsfelder HC 23:12

Auch in der Abwehr standen die Wölfe stabil, ließen nur wenig gute Wurfchancen zu und können nach 40 Minuten Spielzeit mit 12 Gegentoren sehr gut leben. Für die Wölfe geht es am kommenden Sonntag im Ligaalltag weiter. Das Spiel bei der HV Luckenwalde 09 wurde von Samstag einen Tag nach hinten verlegt (Spielbeginn 16.00 Uhr).