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Justin Rackwitz im Interview

Deshalb ist unsere Abwehr so gut

rackwitz hcs mtvJustin Rackwitz (20) ist die Abwehr-Maschine in der Wölfe-Defensive. Zwar wartet er noch auf sein erstes Saisontor. Aber aufgeräumt hat er in der Abwehr bisher schon ordentlich. Immerhin stellen die Wölfe mit nur 22 Gegentoren pro Spiel die zweitbeste Abwehr der Liga. Im Interview erklärt der Abwehr-Spezialist, warum das so ist und wann er sein erstes Tor erzielen wird. Mehr...

Justin, vergangene Woche hast du mit den Wölfen 25 Gegentore kassiert. Das sind drei über Schnitt. Wie bewertest du die Defensivleistung gegen den HC Spreewald II?

Rackwitz: Wir haben in der Abwehr trotzdem gut gestanden. Es gibt immer ein paar Schwierigkeiten und Unstimmigkeiten, bei denen man vergisst zu reden und das haben wir halt leider drei Mal zu oft gemacht. Trotzdem war es eine gute Abwehrleistung. 

Es war ein Auf und Ab in Lübben. Es hätte der Sieg, aber auch eine Niederlage sein können. Wie fühlt man sich als Spieler in einem Spiel, wo man nach fünf Toren Rückstand plötzlich sogar noch den Sieg auf der Hand hat?
Rackwitz: Ich bin bei solchen Spielen noch deutlich konzentrierter und will unbedingt gewinnen. Man muss sich einfach voll und ganz aufs Spiel konzentrieren und als Mannschaft kämpfen. Aber es ist ein echt geiles Feeling in diesen Phasen, wo die Mannschaft sich nochmal zusätzlich pusht und jeder noch mal eine Schippe drauf legt.

Es wird in den vergangenen Wochen öfter über die Offensive diskutiert. Immer wieder verliert die Mannschaft dort den Faden, es gibt immer wieder Schwächephasen. Wie erlebst du das, der die Angriffe ja meistens von der Bank sieht?
Rackwitz:  
Es sind viele kleine Fehler wie Passfehler und Fangfehler. Man kann es selber nicht so beschreiben, was da los ist, aber ich hoffe und denke, dass wir uns in den kommenden Wochen weiter steigern und dann nicht mehr so oft den Faden verlieren.

Es hätte fast mit deinem ersten Saisontor geklappt. Ein Wurf wurde wegen Fouls abgepfiffen, beim zweiten Mal hast den Ball noch mal quergelegt. Wieso steht bei dir immer noch die 0?
Rackwitz: Ich spiele ja hauptsächlich nur Abwehr. Ich glaube, dass ist der einzige Punkt, warum die Null bei mir steht.

Wann fällt die erste Bude?
Rackwitz: Ich hoffe mal, so schnell wie möglich. Es kommt ja drauf an, wie der Trainer mich einsetzt.

Justin Rackwitz – seine Saison in Bildern

Erik der Kassenwart wird sicherlich direkt nach dem Spiel den Kasten Bier fürs erste Saisontor ausrufen...
Rackwitz: Die kann er dann gerne haben. Ich habe ja auch was davon. 

Zurück zur MTV-Abwehr. Was macht die Wölfe da so stark? In der Vorbereitung erzählte der Trainer noch, die Abstimmung funktioniert noch nicht...
Rackwitz: Unsere Abwehr ist einfach sehr massiv. Die Absprache ist immer da und die Abwehr kann sich auch ohne reden vertrauen, weil jeder weiß, was seine Aufgabe ist. 

Du spielst in der Abwehr neben Becks. Ein Altersunterschied von gut 20 Jahren. Er kommt aus einer ganz anderen Handball-Generation. Wieso klappt das trotzdem so gut mit euch beiden?
Rackwitz: Becks ist ja schon ein grauer Wolf mit seinen fast 40 Jahren mehr auf der Uhr. Warum die Abwehr immer gut geklappt hat? Ich kann es dir nicht erklären. Wir haben beide eine harte, aber faire Arbeit in der Abwehr. Genauso geht es mir mit Erik, neben dem ich ja mittlerweile öfter stehe. Wir beide können ja auch schon fast ohne Worte in der Abwehr stehen 

Gegen Belzig kommt ein Gegner, der wieder neu in der Verbandsliga Süd ist und bisher noch nicht richtig seine Rolle in der Liga gefunden hat. Wie bereitest du dich auf diese neuen, unbekannten Gegner vor?
Rackwitz: Ich bereite mich auf dieses Spiel genau so vor wie auf jedes andere Spiel. Da gibt es für mich keinen Unterschied.

Wie sieht so eine Vorbereitung bei dir aus?
Rackwitz: Alles ganz entspannt angehen. Am Spieltag gut frühstücken und dann konzentriert bei der Sache sein.

Sind solche Spiele schwieriger oder leichter als gegen Gegner, die einem bereits bestens bekannt sind?
Rackwitz: Schwierig. Gegner, die man schon kennt, kann man schon ein bisschen einschätzen, wer was wie macht. Aber nach 5 bis 10 Minuten sollte das auch gegen neue Gegner klappen.

In dieser Saison gab es schon wieder zwei Unentschieden für die Wölfe. Dazu eine knappe Niederlage. Wo geht die Reise am Ende hin für den MTV
Rackwitz: Man wird es am Ende der Saison sehen, wo wir stehen. Bis dahin geben wir unser Bestes.

Wie viel Saisontore macht Justin Rackwitz noch?
Rackwitz: Das kommt drauf an, wie oft mich der Trainer im Angriff spielen lässt und wenn ich dann da bin, wie viele Zuspiele ich bekomme. Und dann kommt es natürlich auch drauf an, wie viele ich davon im Tor unterbringe.

Wie geht das Spiel gegen Belzig aus?
Rackwitz: Ich hoffe, ein Sieg für uns. Lassen wir uns überraschen.