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Pleiten zum Saisonstart

Frauen und Team II mit Eisblock-Start

frauen teltow

Für die Frauen und die zweite Männermannschaft des sind mit enttäuschenden Ergebnissen in die Saison gestartet. Beide Teams mussten deutliche Niederlagen einstecken. Dabei sahen die Trainer die Spiele nicht so schlecht, wie es die Ergebnisse am Ende sagen. Mehr...

 

von Julia Ehmig, Conrad Hipp & Anna-Lee Rasper

Viel kälter ging dieser Kaltstart kaum. Die Frauen des MTV Wünsdorf unterliegen am 1. Spieltag der Saison mit 14:28 (4:17) gegen die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf. Besonders erschreckend dabei: die erste Halbzeit. In heimischer Halle wurde die Sieben um Trainer Kilian Kerbs regelrecht vorgeführt. In der vergangenen Saison lernte man die Gäste als sehr starken Gegner kennen. Nur ungern erinnert man sich an die knappe Niederlage, die nach der regulären Spielzeit durch ein Freiwurftor für die HSG kassiert wurde. Auch im Rückspiel konnten keine Punkte gesammelt werden.

Umso mehr wollten die Frauen nun beweisen, dass es auch anders geht. Leider ging dieser Plan diesmal nicht auf: In den ersten Minuten war bereits klar, dass dieses Spiel kein leichter Weg werden wird. Der MTV hat enorme Probleme, überhaupt irgendwie ins Spiel zu finden. Immer wieder erlauben sich die Spieler Fehlpässe und Schrittfehler, welche die Gäste gnadenlos ausnutzen und zu Toren verwandelten. Nach sechs Minuten steht es bereits 1:5. Wenig. Viel zu oft steht das Team in der Defensive zu offen und lässt die Gäste aus zweiter Reihe frei aufs Tor werfen. Es folgen weitere torlose Minuten bis Sophia Maier den zweiten Treffer an der Siebenmeterlinie verwandelt. Im Angriff versucht der MTV, in die Lücken zu stoßen und somit den Gegner unter Druck zu setzen. Leider klappt auch das nur bedingt, da kaum jemand den Mut fasste, sich den Torwurf zu nehmen. Beim Stand von 4:17 trennen sich die Teams in die Halbzeitpause. Ein Start zum Abhaken.

Nun hieß es nochmal ranklotzen. Alte Leistungen und Stärken hervorholen und kämpfen. Der Start in die zweite Hälfte gelingt auch diesmal nicht so wie geplant. Die Gäste legen nochmal zwei Tore nach (4:19). Bemerkenswert ist jedoch die Einstellung der MTV-Frauen. Trotz angespannter Stimmung von Seiten der Heimtribüne und der desolaten Leistung auf dem Feld lässt der MTV die Köpfe nicht hängen. In den folgenden 15 Spielminuten zeigen die MTV-Frauen sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine bessere Teamleistung. Nach dem Vier-Tore-Lauf durch Maier und weitere Tore durch Laurisch und Ehmig gelingt es den Frauen, auf 12:21 heranzukommen. Leider nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein.

„In der ersten Halbzeit wurde das Spiel einfach zu sehr verpennt, das waren nicht meine Mädels wie ich sie kenne“, so Kerbs. Auch wenn die Frauen in der zweiten Halbzeit ein völlig anderes Spiel zeigen, kann an dem Stand nicht viel geändert werden. Teltow/Ruhlsdorfs Dierich trifft in der letzten Minute zum Endstand von 14:28. Ein Spiel, was hoffentlich nicht lange in den Köpfen stecken bleibt. Nach diesem Start heißt es, sich jetzt wieder neu zu fokussieren. Am 23. September reisen die MTV-Frauen nach Potsdam.

Team II mit herber Derbypleite

Gut 24 Stunden nach den Frauen startete Team II in die Saison. Bei Blau-Weiß Dahlewitz II sollte es zur besten Teezeit die ersten Punkte geben, doch stattdessen gab es einen Tee, der ziemlich bitter schmeckte. Dabei verlief der Start noch gut. Mit 3:3 konnte sich der MTV sofort mit dem Spiel ohne Kleber anfreunden. Doch danach schleicht sich ein Problem ein, was zum Verhängnis werden sollte: Die Chancenverwertung.

„66,66% Prozent der Anweisungen hat die Mannschaft umgesetzt. Die Mannschaft hat eine gute Abwehr gestellt und hatte ein gutes Rückzugsverhalten“, so Trainer Nils Barsch. Nur eben die Wurfquote war nix. Gefühlt trifft Team II etwa genau so oft Aluminium wie das Netz des Tores. Dahlewitz kann dies punktuell nutzen, um sich abzusetzen. Den Wölfen fehlen die nötigen Prozentpunkte Aufmerksamkeit. Zu den Pfostentreffern gesellt sich ein unnötiger Wechselfehler. Insgesamt ist der MTV in der ersten Hälfte in Gefahr, ein gutes Spiel aus der Hand zu geben. Beim Seitenwechsel steht es allerdings nur 14:10 für die Hausherren. Es ist also noch alles drin.

Aber auch in der zweiten Mannschaft spielt der MTV zwar eine gute Abwehr, schaltet oft schnell um entwickelt Konterchancen. Aber zu viel davon landen am Pfosten oder der Latte. Der Rückstand von vier Toren kann zwar zunächst gehalten werden, aber in den letzten 20 Minuten reißt der Abstand. In der 52. Minute kassieren die Wölfe das 14:20. Mit 15:23 müssen die Wölfe die Heimreise antreten. „Das Spiel war ok, jetzt muss nur noch der Ball ins Tor“, sagt Barsch. Die nächste Chance dazu haben die Wölfe am kommenden Samstag, wenn es gegen die HV Luckenwalde 09 II um die nächsten Punkte geht.