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MTV-Frauen im Trainingslager

Boxen, kicken, testen

mtv frauen boxen

Die Frauen des MTV Wünsdorf haben sich intensiv auf die Saison vorbereitet. Bevor es im HVB-Pokal an die ersten Aufgaben der neuen Saison geht, versuchten sich die Frauen aber auch noch im Kickboxen. Im Trainingslager wurde fleißig gegen den Sandsack getreten. Aber auch die Einheiten am Ball und diverse Trainingsspiele standen auf dem Programm, so dass der Kreispokalsieger nun gut vorbereitet für große Aufgaben ist. Mehr...

 von Conrad Hipp und Julia Ehmig

Die Saison startet auch in diesem Jahr mit dem Abenteuer HVB-Pokal. Als Kreispokalsieger dürfen die MTV-Frauen erneut im Landespokal ran, erneut hat man wohl nur Außenseiterchancen. Mit dem Drittligisten Frankfurter HC kommt ein ambitionierter Klub ins Wolfsrevier, dazu Verbandsligst Ruhland/Schwarzheide. Doch der Kreisligist will trotzdem zum Saisonauftakt auf den Punkt fit sein. Dafür wurde im Trainingslager fleißig geackert. Zunächst aber einmal ohne Ball.

Am Freitag ging es für die MTV-Frauen ins Boxstudio. Im Fitnessclub 247 in der Waldstadt lud Besitzer Mathias Reimann die Mädels zum Boxtraining ein. „Es war klasse, wie die Mädels mitgezogen haben. Sie haben da wirklich ein ordentliches Programm durchgezogen“, sagte der Fitness-Experte. 15 Stationen wurden für je 30 Sekunden bearbeitet. Dazwischen gab es nur 15 Sekunden Pause. Drei Runden mussten die MTV-Frauen durchstehen. Seilspringen, Schattenboxen, Medizinbälle stemmen. Die Frauen mussten an ihre physischen Grenzen gehen, hielten aber super mit. 

 

Die Frauen ackerten am Tau, traten den Sandsack, schlugen mit einem Vorschlaghammer auf einen Traktorreifen. Ein Fitness-Training der besonderen Art – gemischt mit lauten Motivationsrufen des Box-Coaches. Platt aber happy beendeten die MTV-Frauen so ihren ersten Tag. Ab ins Bett und früh aufstehen. Denn an Tag zwei des Trainingslagers hieß es bereits um 8.30 Uhr: 1. Training des Tages! 

Mit Teamspielen sollte die Kommunikation gefördert werden. Hören und gehört werden, Kompromisse schließen, Vertrauen schaffen. „Die verschiedenen Aktivitäten des Trainingslagers waren toll gewählt. Es hat alles auf seine Art Spaß gemacht“, zeigte sich Sophie Weißhuber zufrieden. Dazu ist auch die Trainingsbeteiligung gut. „Das hat uns noch mehr zusammen zusammenwachsen lassen.“ In der zweiten Einheit des Tages luden die Frauen sich Sven Neuendorf von der ersten Männermannschaft ein um die Würfe von den Außenpositionen zu verbessern. Fallbewegung und Timing sollten verbessert werden um in Zukunft noch effektiver zu sein.

Nach der Mittagspause ging an die Spielzüge, bei denen die Abstimmung verbessert werden sollte. „Es war gut, dass wir viel Wurftraining gemacht haben und auch unsere Spielzüge nochmal verinnerlicht haben“, sagte Jessi Schiege, die sich vor allem über das Außentraining gefreut hat. „Mir persönlich fällt es gerade von Rechtsaußen noch schwer, meine Wurfbewegung komplett durchzuziehen.“ Am Abend feierte Torhüterin Alina Henkel ihren Geburtstag nach. Ein idealer Anlass für einen Mannschaftsabend. Torhüterin Angelique Lenke: „Es war sehr abwechslungsreich. Es ist schön zu sehen, wie die Mannschaft immer weiter zusammenwächst.“

„Am Sonntag war die Luft etwas raus. Da holte mich der Muskelkater ganz schön ein, dennoch wurde es ein gelungenes Wochenende“, sagt Weißhuber, die wie ihre Kolleginnen auch am Sonntag nochmal ran musste. Beim VfL Lichtenrade wurde noch getestet. Nach dem Trainingsspiel hatten die Frauen den Intensivkurs der Vorbereitung geschafft. 

„Wenn wir in der Abwehr gut standen, haben wir besonders über die Außen gut verteidigt“, lobte Kerbs, der allerdings auch sah, dass der VfL die Fehler im Angriff und in der Abwehr eiskalt ausnutzte. „Wir haben in der Absprache auf jeden Fall noch verbesserungsbedarf. Aber nach diesem Wochenende war das alles ok“, so Kerbs, der mit dem Trainingslager zufrieden war.

Allerdings sollte das einstudierte so schnell nicht vergessen werden. Deshalb wurde nur drei Tage später das nächste Trainingsspiel angesetzt. Dort starteten beide Teams nervös. Besonders einige einfach Ballverluste machten den MTV-Start holprig. Durch einige Umstellungen in der Abwehr waren die MTV-Frauen aber schnell wieder dran. 

Wieder sah der Trainer eine gute Abwehrarbeit. Kerbs: „Dennoch müssen wir noch weiter an der Absprache arbeiten.“ Zu oft kam der Rückraum der Gegner zu nah ans MTV-Tor. Auch im Angriff sieht Kerbs noch Optionen zur Verbesserung: „Wir haben zu wenig Lücken gerissen und haben die einfach Abschlüsse nicht genug erzwungen. Sobald wir das Tempo angezogen haben, hat das deutlich besser funktioniert.“ Mit dem Verlauf des Spiel zeigten die Frauen diese Ansätze und auch in der Abwehr wurde besser kommuniziert und herausgetreten. 

Gegen einen starken Gegner nahmen die Frauen wichtige Erkenntnisse mit. Am Samstag kriegen sie erneut starke Gegner vor die Brust. Gegen Verbandsligist Ruhland/Schwarzheide und Drittligist Frankfurter HC sind die MTV-Frauen Außenseiter. Aber dennoch wollen sie den Zuschauern vorführen, was man in dieser Saison von ihnen erwarten kann. 

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