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Kleberloser Wölfe-Sieg in Ortrand

Alle guten Dinge sind 13

lange ortrand

von Conrad Hipp

Die Wünsdorfer Wölfe wildern weiter unverletzt durch Brandenburgs Süden. Mit dem 28:19-Sieg gegen Eintracht Ortrand feierten die Wölfe nun die zweite Woche in Folge den 13. Saisonsieg. Der Grund: Durch den Rückzug von Stahl Eisenhüttenstadt wurde der Hinspiel-Erfolg gegen die Grenzstädter annulliert. Den Punktestand der Vorwoche haben die Wölfe nun mit dem klisterlosen Sieg wiederhergestellt. Bester Werfer des Tages wurde Dirk Becker mit acht Toren.

 

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Bereits um 12 Uhr mittags trat das Rudel die Reise zum wohl weitesten Auswärtstrip der Saison an. Bei Eintracht Ortrand wartete eine unangenehme Aufgabe. In der Pulsnitzhalle gilt komplettes Klisterverbot. Dazu hatten die Hausherren durch den Sieg gegen Herzberg keine 24 Stunden zuvor den Rückenwind noch voll in den Segeln.

becks ortrandDie Wölfe starten mit Nils Barsch, Alex Schüler, Ronny Lange, Nils Seegebrecht, Dirk Becker, Sven Neuendorf und Tim Becker. Die erste Bude lässt nicht lange auf sich warten. Lange stiehlt sich auf Linksaußen davon, trifft zum 0:1 (2.).

In der Abwehr finden die Wölfe danach wenig ins Spiel. Von der Konsequenz aus den vergangenen drei Spielen, in denen die Wölfe im Schnitt nur 17 Gegentore kassierten, war in der Anfangshälfte wenig zu spüren. Immer wieder kommt Ortrand viel zu leicht zu Würfen. Es wird abgeräumt und über die Außen oder die Halbpositionen durchgestoßen. Zu Beginn wirkt es, als würden die Wölfe mit einem Mann weniger spielen. Demnach fliegt die grüne Karte von Coach Matthias Wehlmann schon nach 16 Minuten beim Stand von 7:7. „Die Abwehrleistung bis dahin war desolat“, so der Coach. Danach fangen sich die Wölfe, kassieren in den kommenden 14 Minuten nur noch vier Tore.

Im Angriff spielt der MTV hingegen flexibel, ist schwer auszurechnen, ob es über die Flügel oder den Rückraum geht. Bis zur Pause erarbeitet sich der MTV geduldig eine Führung von vier Toren, verliert den Faden trotz einiger Probleme mit dem kleberlosen Ball nicht. Wehlmann: „Die Jungs taten sich schon schwer mit dem Ball. Da ging einiges weg. Es blieb in der Halbzeit trotzdem ruhig und es wurde wenig gemeckert. Wir wollten uns auf ordentliche Pässe konzentrieren und die Deckung stabil halten.“

Halbzeitstand: Eintracht Ortrand – Wünsdorfer Wölfe 11:15

rackwitz ortrandKlappt in Hälfte zwei ordnungsgemäß. In der Box kommt Carlo Hirsing. Mit zwei flinken Toren dicken die Wölfe das Sitzkissen an. Ortrands übersichtlicher Fan-Block singt mit Optimismus „wir wollen Ortrand siegen sehen“, doch auf der Platte können die Eintracht-Handballer den Wünschen nicht nachkommen. Beim Stand von 12:19 diskutieren einige Zuschauer und einigen sich, das man mit 20 Heimtoren zufrieden wäre. Dann würde es mit dem Sieg aber eng werden. Der MTV wechselt frisch durch, spielt seinen Stiefel jetzt seriös runter.

Dirk Becker trifft per Siebenmeter zum 15:25, stellt den Vorsprung erstmals zweistellig. Die Gesänge „wir wollen dieses Spiel noch gewinnen“ sind eine Spur zuviel Glaube an Wiedergeburt. Am Ende stehen die Wölfe mit einem unspektakulären, aber seriösen Sieg weiter zu Null an der Tabellenspitze.

Bevor die Wölfe nun ihren Meisterschaftszug mit fünf Heimspielen in Folge antreten warten noch zwei schwere Auswärtsaufgaben. Samstag treten die Wölfe beim HC Bad Liebenwerda II an. Durch den durchgewühlten Wölfe-Spielplan ist BaLi kurz vor Toreschluss die zweite Mannschaft (neben Ortrand zuvor), die der MTV in dieser Saison noch gar nicht bespielt hat. Das darauf folgende Heimspiel gegen Eisenhüttenstadt (25. März) fällt wegen des Rückzugs der Grenzstädter aus. Die Wölfe reisen dann wieder am 1. April - zum Elsterwerdaer SV 94. Ab 8. April können sich die Wölfe-Fans dann über fünf Heimspiele binnen fünf Wochen freuen.

Eintracht Ortrand – Wünsdorfer Wölfe 19:28 (11:15)

Eintracht Ortrand: Kummer (1/4 gehalten), Kern (1/4 gehalten) – Grau 5 (3/3), Oehme 3, Neugebauer 3, Späth 3 (0/1), Sommer 3, Sroka 1, Kowaczek 1, Gensel (0/1), Kühne
MTV Wünsdorf 1910: Barsch (2/5 gehalten), Hirsing – D. Becker 8 (5/5), Lange 5 (1/2), Neuendorf 3 (0/1), Schüler 3, N. Seegebrecht 2, Missal 2, Wendland 1, Vikhrov 1, J. Rackwitz 1, Albrecht 1, T. Becker 1

Gelbe Karten: Grau, Oehme – Albrecht, D. Becker
Zeitstrafen: 5:5 (Grau, Sroka, Gensel, Oehme, Kühne – 2x Vikhrov, J. Rackwitz, T. Becker, N. Seegebrecht)
Rote Karten:
Siebenmeter: 3/5 – 6/8