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Matchwinner Lucas Vogel

Mit Schnick-Schnack-Schnuck zum Sieg

vogel 7er blick

Es war die entscheidende Szene für den Sieg von Team II! Zwei Sekunden vor dem Ende trifft Lucas Vogel (17) per Siebenmeter zum 19:18-Sieg gegen den SSV Falkensee II. Die Wölfe-Bank springt auf, herzt den Welpen. Vogel: „Das war einfach nur geil!“

Als Siebenmeter-Schütze wurde Vogel ausgewählt, weil er die Schere ansetzte. Eigentlich hätte Jan Reichert werfen sollen. Ihm gelangen zuvor drei Treffer von der Linie. Während der an der Achillessehne verletzte Falkensee-Spieler Niklas Nippe auf dem Feld behandelt wird, sagt Reichert aber: „Wenn es jetzt einen Siebenmeter gibt, werfe ich den nicht.“ Warum eigentlich? Reichert nach dem Spiel: „Ich habe mich beim Wurf davor schon nicht sicher gefühlt und so möchte ich dann kein Spiel entscheiden. Deshalb hab ich gesagt, dass ich nicht werfe. Ich habe mir schon gedacht, dass wir noch einen kriegen.“

Es musste ein neuer Schütze her. Vogel: „Egor, Levent und ich standen noch während der Pause auf dem Feld und haben Schnick-Schnack-Schnuck gemacht, wer wirft.“ Dort gewinnt Vogel und sichert sich somit das Vorrecht. „Die beiden hatten Papier und ich die Schere.“ 

Kurz darauf kommt tatsächlich der Siebenmeter. Vogel: „Ich hatte vorher eigentlich gehofft, dass wir ihn so schon irgendwie reinbekommen.“ Vikhrov, der zuvor auch zwei Siebenmeter traf, wird im Konter übel gelegt. Die Folge: Rote Karte und Siebenmeter. Der flinke Mittelmann hadert mit sich, hätte den Konter gern selbst gemacht. Vogel: „Dann kam Levent zu mir, wollte ihn unbedingt werfen.“ Altin: „Ich habe Lucas in die Augen gesehen und gemerkt, dass er aufgeregt war. Deswegen hab ich gefragt, ob er wirklich werfen will.“

Aber: Coach Denny Philipp signalisert, dass Vogel werfen soll. Der Welpe tritt an. „Ich war extrem aufgeregt. Beim Wurf hat der Torwart so doll gezappelt und deswegen habe ich mich für die Mitte entschieden“, lacht Vogel. Der Ball geht rein, alle rennen auf Vogel zu. „Ich wollte eigentlich nur noch zur Bank rennen und feiern“, sagt der Matchwinner. „Ich hab dem Jungen das so gegönnt“, fügt Alint hinzu. Auch Papa Andreas Krüger springt von der Bank auf. „Ich bin stolz, dass er den gemacht hat. Ich hab mich gefreut, dass die Mannschaft ihm das Vertrauen geschenkt hat und er den so sicher verwandelt hat“. so Krüger.

Auf der Platte war Vogel dann Mittelpunkt der Jubeltraube. Auch Matthias Wehlmann, Trainer der ersten und Spieler der zweiten Mannschaft, bekam die Situation mit. „Großer Respekt, dass er in dieser Situation zum Punkt gegangen ist“, lobt Wehlmann. Ein Welpe übernimmt die Verantwortung, behält die Nerven und sichert dem Rudel somit den Sieg.

tugo