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Langzeitverletzter Marius Luchmann

So sieht mein Comeback-Plan aus

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Das Jahr ist rum, aber der März 2016 steckt Kreisläufer Marius Luchmann (19) noch immer in den Knochen. Im Männerspiel beim HC Bad Liebenwerda II (33:32 für den MTV) verletzt er sich an der Schulter. Die Verletzung ist komplex, Luchmann muss operiert werden und wird zu einer Menge Geduld gebeten.

Als er kurz vor dem Jahreswechsel zum letzten Mal die Halle betritt, juckt es in den Fingern. Der Kreisläufer der Wölfe trägt Sportschuhe, eine kurze Sporthose und ein rosa Shirt. Er trägt den Ball durch die Halle. Mehr darf er mit ihm noch nicht machen. Bei den Zossener Stadtmeisterschaften sitzt er nur auf der Bank, organisiert sein Team „Gestört aber geil“ (Foto unten) und landet mit ihnen am Ende auf dem zweiten Platz.

gag stadtmeisterschaftMehr als Festhalten ist allerdings noch nicht drin mit dem Ball. „Ich weiß noch nicht, wann ich wieder richtig mit dem Ball trainieren kann“, sagt er etwas wehmütig. „Ich würde noch gar keine Wurfbewegung hinbekommen.“ Noch immer spürt er seine Verletzung in der Schulter. Das schlimmste damals war der Riss der Gelenkkapsel. Fast zehn Monate nach dem Spiel in der Wasserstadt muss er weiter geduldig bleiben, selbstständig am Aufbau der Muskulatur arbeiten.

Seit Anfang Dezember kommt er wieder regelmäßig in die Halle, erarbeitet sich auf dem Fahrrad seine Grundfitness und ackert an der Kondition. Mit der Physiotherapie ist der erst einmal durch. „Ich mache aber eigenständig jeden Tag Übungen“, erzählt der Kreisläufer, der wegen der Verletzung den Abschluss mit seiner A-Jugend verpasste.

An ein Comeback in dieser Saison denkt Luchmann nicht. „Dafür spüre ich die Verletzung noch zu sehr.“ Außerdem will er auch Rücksicht auf seine Ausbildung nehmen. Dort gab es kurz vor Weihnachten zwei Hexenschüsse, die ihn wieder ein paar Tage auf Eis legten. „Das war aber nichts Dramatisches“, erzählt er.

Wann denkt er wieder ans Handball spielen? „Das wird 2017 nichts mehr. Auch wenn das Jahr gerade erst angefangen hat. Ich möchte da kein Risiko eingehen und will wieder die Sicherheit gewinnen.“ Deswegen denkt Luchmann großzügig und weiträumig. Sein Ziel: Die Saisonvorbereitung 2018. „Derzeit knackt es immer noch bei der Belastung, schmerzt auch danach öfter mal. Die Muskulatur ist eben noch nicht wieder da“, erklärt er.

In dieser Saison bleibt ihm nur die Rolle des Zuschauers. „Klar würde ich gern mitspielen“, sagt er. Auch das Mitwirken im Training vermisst er. Mit der Leistung seiner Truppe ist der trotzdem zufrieden. „Es ist gut, dass wir vor Weihnachten in Herzberg noch gewonnen haben“, sagt Luchmann. Die Mannschaft sieht er noch nicht am Limit, erwartet für 2017 noch eine Steigerung, die man gegen Dahme bereits sah. Der Kreisläufer: „In den Spielen 2016 waren wir noch nicht komplett eingespielt. Mannschaft und Trainer müssen sich natürlich erst aneinander gewöhnen., das wird aber immer besser. Ich bin froh, dass mit Matthias jetzt wieder Konstanz auf der Trainerposition da ist.“

Auch die Rückkehr von Dirk Becker und Jan-Eike Albrecht gefällt ihm. Luchmann: „Man sieht im Training, dass man von ihnen eine Menge lernen kann.“ Das will auch er, wenn er irgendwann mit dem Ball wieder mehr machen darf, als ihn durch die Halle zu tragen.

tugo