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Niederlage in Finsterwalde

Wölfe wollen beim Favoriten zu viel

becks fiwa

von Anna-Lee Rasper
Fotos: Tom Nerlich

Die Wünsdorfer Wölfe sind an der hohen Hürde, Grün-Weiß Finsterwalde in seiner eigenen Halle zu schlagen, gescheitert. Das Rudel unterlag beim Staffelfavoriten mit 20:27 und verlor zwei Spieltage vor Schluss auch Platz 4 in der Verbandsliga Süd aus den Augen. In der umkämpften Partie wurden gleich drei Spieler des Feldes verwiesen. Beste Werfer des Tages wurden die Gastgeber Paul Kaßner und Eddy Häneschen mit jeweils sechs Treffern. Beim MTV war Dirk Becker fünf Mal erfolgreich.

stenzel fiwaWenige Wochen nachdem die Wölfe dem SC Trebbin eine meisterwürdige Leistung abverlangten, brachte sich der MTV zuletzt gegen Chemie Guben in Position. Nach dem starken Auftritt beim 31:27 gegen die Grenzstädter wollten die Wölfe nun wieder versuchen, aktiv in den Meisterschaftskampf einzugreifen. Finsterwalde hatte am vergangenen Wochenende wieder die Tabellenführung vom SC Trebbin übernommen. Die Clauterstädter lagen vor dem Wochenende mit einem Spiel und einem Punkt weniger aber in Lauerstellung.

Auch die Wölfe begannen in Finsterwalde bissig. Die Hausherren versuchen, davon zu ziehen, aber die Wölfe drehen den 3:5-Rückstand (11.) fix in eine 7:5-Führung um (15.). Bei beiden Mannschaften beginnen mit gesunder Härte, Finsterwalde bekommt wie angekündigt eine schwere Aufgabe vor die Brust. Für den ehemaligen Wünsdorfer Marcel Graß wohl etwas zu schwer. In der 19. Minute holt der Ex-Wolf seinen Gegenspieler Nils Seegebrecht sehr unsanft aus der Luft. Eine unsportliche, vor allem aber unnötige Attacke gegen seine ehemaligen Kollegen, die völlig zurecht mit der Roten Karte bestraft wird. Doch nach dem Feldverweis bricht das Spiel der Wölfe. Der MTV leistet sich undisziplinierte Abschlüsse, muss die 8:7-Führung vor der Roten Karte fix wieder abgeben.

Halbzeitstand: Grün-Weiß Finsterwalde – MTV Wünsdorf 14:9

Auch die zweite Hälfte beginnt nicht gut für die Wölfe. In der 36. Minute wird auch Ronny Lange nach einem zu harten Einsatz gegen seinen Gegenspieler mit der Roten Karte des Feldes verwiesen. Dann wird es hektisch: Ein Zuschauer läuft aufs Feld, will Lange wohl zu einem „Gespräch“ bringen. Die Ordner müssen den Mann vom Feld ziehen, leisten sich danach leider einige Beschimpfungen gegenüber den mitgereisten MTV-Fans. Ein Verhalten, dass im Falle einer Meisterschaft in der neuen Liga keinen Glanz auf dem stolzen Grün-Weiß-Haupt verteilen wird.

wendy fiwa„In dieser Phase haben wir undizipliniert gespielt und alles sah nach einem ziemlichen Debakel aus“, resümiert Dirk Becker. „Doch dann haben wir zumindest kämpferisch wieder zurück in die Spur gefunden.“ Allerdings liegt der MTV dort auch schon mit 16:10 hinten. Dennoch wollen die Wölfe das Ergbenis noch korrigieren, zeigen einige schöne Spielzüge über den Kreis, aber treffen zu selten das Tor. Dort halten die heimischen Keeper einige Bälle, machen den Wölfen somit zusätzlich das Leben schwer. „Im Angriff war unser Spiel einfach zu schwach“, so Becker. 

Nur in der Abwehr zeigen die Wölfe eine ordnungsgemäße Leistung vor den zwei starken Torhütern Carlo Hirsing und Nils Andreas. „Beide Keeper waren heute wieder stark, Kompliment an beide“, fügt Trainer Matthias Wehlmann zu. Am Ende muss der MTV sich mit 20:27 geschlagen geben. Finsterwalde feiert einen Sieg mit Fleckchen. Im Vergleich der beiden Meisterschaftskandidaten legt Finsterwalde zwar den deutlicheren Sieg gegen die Wölfe hin, am meisterwürdigen Verhalten müssen die Grün-Weißen punktuell jedoch noch schleifen. Wehlmann: „Wir hatten uns für dieses Spiel eine Menge vorgenommen, haben aber zu viele Fehler gemacht. Vielleicht haben wir insgesamt etwas zu viel gewollt.“

Am Wochenende empfangen die Wölfe die HSG Schlaubetal zum letzten Heimspiel der aktuellen Saison. Dort wollen die Wölfe ihr Publikum in Schwarz-Weißen Sachen sehen und mit ihnen gemeinsam noch die Chance auf Platz 5 in der Endabrechnung wahren. In der Hinserie nahmen die Wölfe aus Müllrose einen verdienten Punkt mit.

Wünsdorfer Wölfe: Hirsing, Andreas – D. Becker 5 (1/2), Stenzel 3, N. Seegebrecht 3, Wendland 3, Hawaleschka 2, Neuendorf 2 (0/3), Lange 1, Baumann 1, Albrecht, J. Rackwitz, T. Becker

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